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Mehrere Hundert Menschen bei Mahnwache für Walter Lübcke

22.06.2019 - Wolfhagen (dpa/lhe) - An einer Mahnwache für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben in dessen Heimatstadt Wolfhagen mehrere Hundert Menschen teilgenommen. «Der Marktplatz war voll», sagte der Dekan des Evangelischen Kirchenkreises, Gernot Gerlach, nach dem Gedenken am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Es seien weit mehr Menschen gekommen als erwartet. Zu der Mahnwache hatten der Kirchenkreis Wolfhagen und die Stadt aufgerufen.

  • Viele Menschen nehmen an einer Mahnwache für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) teil. Foto: Swen Pförtner © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Viele Menschen nehmen an einer Mahnwache für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) teil. Foto: Swen Pförtner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Er ist als Christ ermordet worden», sagte der Geistliche, der Lübcke seit den 1990er Jahren in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder begegnet war. «Diesen Politiker zeichnet aus, dass er sich mit einer klaren Haltung des christlichen Glaubens politisch eingebracht hat. Grundlage und Orientierung von Lübckes Handeln, auch seines Einsatzes für Geflüchtete, sei das Jesus-Wort gewesen: «Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan» (Matthäus 25,40).

Während der Mahnwache, zu der auch eine Ansprache von Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) gehörte, entzündete Dekan Gerlach drei Kerzen - darunter eine «für alle Anwesenden, die dem Zerstörungswahn der Rechtsextremisten widerstehen und sagen: Halt, stopp!». Die Täter hätten Lübcke zwar das Leben genommen, könnten ihm aber nicht seine Würde rauben.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha erschossen worden. Dringend tatverdächtig ist Stephan E., der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

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