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Minister bleibt bei ablehnender Haltung zum Zentralabitur

17.10.2019 - Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bleibt bei seiner ablehnenden Haltung für ein Zentralabitur. Abiturnoten sollten zwar so vergleichbar wie möglich sein, sagte Lorz der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Bei den Anstrengungen für gemeinsame Bildungsstandards und eine höhere Vergleichbarkeit des Abschlusses der allgemeinen Hochschulreife sei ein einheitliches Zentralabitur aber nicht die richtige Lösung.

  • Ralph Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen und Präsident der Kultusministerkonferenz. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ralph Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen und Präsident der Kultusministerkonferenz. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lorz, der auch Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) ist, verwies stattdessen auf den gemeinsamen Abituraufgabenpool, der bereits seit dem Prüfungsjahr 2017 von allen Bundesländern genutzt werden könne. Damit seien vergleichbare Anforderungen gegeben. Die Aufgaben müssten daher nicht zwingend identisch sein, argumentierte der hessische Kultusminister.

Wenige Tage vor der am (heutigen) Donnerstag startenden Kultusministerkonferenz in Berlin hatte der Thüringer CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring einheitliche Standards für Abiturprüfungen in Deutschland gefordert. Hierfür sollten «nationale Bildungsstandards und Prüfanforderungen für alle Fächer und Schulabschlüsse vereinbart und verbindlich eingeführt werden», erklärte das CDU-Präsidiumsmitglied.

Über die Frage eines einheitlichen Abiturs in ganz Deutschland war bereits im Sommer wieder verstärkt diskutiert worden. Politiker verschiedener Parteien hatten sich dafür ausgesprochen.

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