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Mord bei Freigang: BGH verhandelt über Mitschuld von Beamten

25.09.2019 - Karlsruhe (dpa) - Zwei Justizvollzugsbeamte gewähren einem Gefangenen offenen Vollzug. Sind sie für dessen schwere Straftat während eines Freigangs mitverantwortlich? Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Mittwoch (10.30 Uhr) in Karlsruhe die Revision im Fall von zwei Beamten aus Rheinland-Pfalz, die das Landgericht Limburg wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen von jeweils neun Monaten verurteilt hatte. Sie hätten ihre Pflichten verletzt und seien daher für den Tod einer jungen Frau mitverantwortlich (2 StR 557/18).

  • Ein Hinweisschild mit Bundesadler und Schriftzug "Bundesgerichtshof". Foto: Uli Deck//Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Hinweisschild mit Bundesadler und Schriftzug "Bundesgerichtshof". Foto: Uli Deck//Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Häftling, der immer wieder vor allem wegen Fahrens ohne Führerschein gesessen hatte, raste während seines Freiganges im Januar 2015 als Geisterfahrer auf einer Bundesstraße beim hessischen Limburg in den Wagen einer jungen Frau. Er war mit einem gestohlenen Kennzeichen auf der Flucht vor der Polizei. Die 21-Jährige starb. Der Mann wurde später wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Urteil kann noch am Verhandlungstag oder später verkündet werden.

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