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Mordurteil im Fall Johanna rechtskräftig

02.10.2019 - Gießen (dpa/lhe) - Das Urteil gegen den Mörder der kleinen Johanna ist rechtskräftig. Die Revision des Angeklagten sei als unbegründet verworfen worden, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch mit. Das Landgericht Gießen hatte den damals 42-Jährigen im November 2018 unter anderem wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt - fast 20 Jahre nach der Tat. Die Richter stellten auch die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren in der Regel ausschließt.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte hatte zur Überzeugung des Gerichts die acht Jahre alte Johanna im September 1999 aus Ranstadt (Wetteraukreis) entführt, um sich an ihr zu vergehen. Ob es zum Missbrauch kam, konnte das Landgericht zwar nicht sicher klären. Die Richter waren aber überzeugt, dass der Angeklagte Johanna tötete. Ihr Kopf war mit mehreren Lagen Paketklebeband umwickelt, das Mädchen erstickte. Die Leiche wurde im April 2000 in einem Wald gefunden.

Der 42-jährige Deutsche hatte die Entführung des Kindes eingeräumt, einen Missbrauch und Mord aber bestritten. Den Tod des Kindes stellte er als Unfall dar. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert.

Der Angeklagte war erst 18 Jahre nach der Tat im Herbst 2017 festgenommen worden: Ermittlungen in einem Missbrauchsfall aus dem Jahr 2016 brachte die Polizei auf dessen Spur. Ein am Fundort von Johannas Leiche sichergestellter Fingerabdruck konnte nun dank mittlerweile verfeinerter Analysemethoden dem Mann zugeordnet werden.

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