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Mutmaßlicher Reichsbürger vor Gericht: Versuchte Nötigung

13.11.2018 - Darmstadt (dpa/lhe) - Ein mutmaßlicher Reichsbürger muss sich heute wegen versuchter Nötigung des Landrats des Kreises Offenbach vor den Darmstädter Landgericht verantworten. Das Amtsgericht Langen hatte den 62 Jahre alten Mann aus Dreieich im Oktober 2017 in der Sache zu drei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Vor dem Landgericht wird die Berufung des Angeklagten verhandelt.

  • Eine Statue der Göttin Justitia steht vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Göttin Justitia steht vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Anklage war der 62-Jährige nicht damit einverstanden, dass der Landkreis Offenbach vor über einem Jahr seine acht Gewehre und sieben Handfeuerwaffen einziehen wollte. Er hatte im Mai 2017 den Landrat in zwei Briefen beschuldigt, unrechtmäßig zu handeln und 100 000 US-Dollar Schadenersatz gefordert.

Das Waffenbesitzrecht hatte die Waffenbehörde des Kreises wegen eines anderen Urteils widerrufen. Seit Herbst 2017 sind laut Landkreis Offenbach Waffen und Munition auch sichergestellt. Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik Deutschland, ihre Einrichtungen und amtliche Bescheide nicht an.

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