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Nach Zielkes Rücktritt: BdB braucht neuen Präsidenten

06.07.2020 - Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) muss nach der Rücktrittsankündigung von Commerzbank-Chef Martin Zielke Ausschau nach einem neuen Präsidenten halten. «Wenn Martin Zielke nicht mehr Vorstandsvorsitzender der Commerzbank ist, kann er nach unseren Statuten nicht mehr Mitglied im BdB-Vorstand sein und muss dann auch sein Amt als BdB-Präsident niederlegen», sagte ein BdB-Sprecher am Montag auf Anfrage. «Uns geht es jetzt darum, einen geordneten Übergang zu finden.»

  • Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Commerzbank hatte am Freitag mitgeteilt, dass Zielke angeboten habe, seinen Vertrag als Chef des Frankfurter MDax-Konzerns einvernehmlich aufzulösen. Den Angaben zufolge soll dies spätestens zum 31. Dezember 2020 geschehen, an diesem Mittwoch (8. Juli) entscheidet der Commerzbank-Aufsichtsrat über die Personalie.

Zielke war erst am 22. April - also vor gut zehn Wochen - zum BdB-Präsidenten und damit zum obersten Repräsentanten der Privatbanken in Deutschland gewählt worden. Bislang war es Usus, dass der amtierende BdB-Präsident einen Vorschlag für seine Nachfolge macht. Entscheiden müssen die Gremien des Verbandes, der BdB-Vorstand wählt den Bankenpräsidenten schließlich aus seiner Mitte.

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