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Nach mutmaßlichem Giftanschlag erhebt Staatsanwalt Anklage

21.11.2019 - Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach einem mutmaßlichen Giftanschlag auf einen Spieler im Tennisclub hat die Wiesbadener Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 48-Jährigen erhoben. Der Mann soll versucht haben, aus verschmähter Liebe seinen Sportkameraden mit einer vergifteten Nudelsuppe zu ermorden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte. Das Opfer hatte die Suppe jedoch nicht gegessen, sondern an seine Hunde verfüttert. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über den Fall berichtet.

  • Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht in einem Gericht auf der Richterbank. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht in einem Gericht auf der Richterbank. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Beide Männer spielten in einem Verein in Rüdesheim im Rheingau Tennis. Dort soll sich der Tatverdächtige 2018 in sein späteres Opfer verguckt haben. Laut Zeitungsbericht ist der 63-Jährige mit einer Frau verheiratet und wollte nichts von dem Vereinskameraden wissen.

Laut Staatsanwaltschaft drang der 48-Jährige im Februar dieses Jahres in das Haus des Ehepaares ein und kippte eine Substanz mit dem tödlichen Gift des blauen Eisenhuts in einen Topf mit Nudelsuppe, der auf dem Herd stand. Nachdem die Hunde die Suppe gefressen hatten, mussten sie mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht werden - und überlebten. Die Polizei ließ den Mageninhalt untersuchen, woraufhin Spuren des Gifts gefunden wurden.

Der Verdächtige war 2001 vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte versucht, einen Menschen mit Arsen zu vergiften. Laut Staatsanwaltschaft sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

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