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Testfeld für neue Hochspannungs-Technologie eröffnet

17.10.2019 - Große Strommengen über weite Strecken befördern - unterirdisch und platzsparend: Die TU Darmstadt will eine neue, von Siemens entwickelte Technologie ausprobieren, die auch für die Energiewende von Nutzen sein könnte. Dazu wurde eigens ein Testgelände errichtet.

  • Ein Hochspannungsmast zentral von unten fotografiert. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Hochspannungsmast zentral von unten fotografiert. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Griesheim (dpa/lhe) - Mit einem neuen Testfeld will die Technische Universität Darmstadt eine neue Technologie für die Übertragung von Hochspannungsstrom in Erdleitungen testen. «Strom, Energie ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg in die Zukunft», sagte am Donnerstag der Kanzler der TU Darmstadt, Manfred Efinger, bei der Eröffnung des Testgeländes im südhessischen Griesheim (Kreis Darmstadt-Dieburg). Die neue Technologie soll unempfindlicher sein, größere Strommengen transportieren und weniger Platz brauchen.

Auf dem TU-Gelände in Griesheim soll in einem einjährigen Langzeitversuch unter realistischen Betriebsbedingungen eine gasisolierte Hochspannungs-Gleichstromleitung getestet werden - kurz DC GIL (Direct Current Gas-insulated Transmission Line). Solche Leitungen könnten ein Beitrag für die Energiewende in Deutschland sein. Es handele sich um ein Projekt, das «aus unserer Sicht große Potenziale für den Netzausbau und den Export hat», sagte Michael Menrath vom Bundeswirtschaftministerium. Das Ministerium ist einer der Förderer des Projektes.

Die gasisolierten Hochspannungs-Gleichstromleitungen wurden von der Firma Siemens entwickelt. Der Langzeittest läuft in Zusammenarbeit zwischen Siemens, der TU Darmstadt, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und der TU Berlin.

Auf der Testanlage wurden eine überirdische Leitung und eine unter der Erde aufgebaut. Strom und Spannung werden autark in einer eigens errichten Halle erzeugt. Mit einem Teil des zweispurigen Test sei bereits begonnen worden. Bis Ende des Jahres solle der gesamte Test laufen. «In diesem Jahr schalten wir ein», sagte TU-Projektleiter Volker Hinrichsen und sprach von einem weltweit einmaligen Langzeitversuch. Die Gesamtkosten liegen der TU zufolge bei 3,2 Millionen Euro.

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