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Note 2,2 für Frankfurter Innenstadt: Shoppen als «Erlebnis»

23.01.2019 - Vor allem die Digitalisierung setzt die Geschäfte in Deutschlands Innenstädten unter Druck. Frankfurt hat einiges unternommen, um Einkaufen attraktiver zu machen. Wie eine Umfrage jetzt zeigt, ist der Erfolg dabei eher bescheiden.

  • Die Einkaufsstraße Zeil in Frankfurt am Main (Hessen). Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Einkaufsstraße Zeil in Frankfurt am Main (Hessen). Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Einkaufen im Internet wird für den stationären Einzelhandel zu einer immer größeren Herausforderung. Bei einer Befragung von Besuchern in der Frankfurter Innenstadt gaben 30 Prozent an, dass sie inzwischen täglich oder zumindest einmal wöchentlich im Internet einkauften. Das hat Folgen: Jeder Fünfte der Besucher sagte, wegen seines veränderten Einkaufsverhaltens seltener in die Innenstadt zu fahren.

Diese Zahlen veröffentlichte am Mittwoch die Frankfurter Industrie- und Handelskammer (IHK), die in Kooperation mit der Stadt die Erhebung initiierte. Dabei wurden 2000 Menschen im September vergangenen Jahres vom Institut für Handelsforschung in Köln (IFH) befragt. Die Erhebung wurde in 115 weiteren deutschen Städten organisiert.

Bei der Umfrage schneidet die hessische Metropole nicht schlecht ab. Positiv bewertet werden Einkaufen und neuartige Gastronomieangebote, allerdings werden fehlende Gasthäuser oder Biergärten kritisiert. Am meisten bemängeln Besucher Sauberkeit und Sicherheit sowie fehlende Parkplatzmöglichkeiten in der Innenstadt. Knapp zwei Drittel aller Passanten in der City sind der Umfrage zufolge aus Frankfurt, der Rest kommt aus dem Speckgürtel und dem weiteren Rhein-Main-Gebiet.

Im Schnitt erhält die City damit die Note 2,2. Damit hat sich Frankfurt im Vergleich zu der vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2014 um 0,3 Prozentpunkte verbessert. Allerdings erreicht die Bankenmetropole - im Vergleich zu anderen Großstädten mit mehr als 500 000 Einwohnern - beim Ambiente keine Spitzenwerte. Lediglich bei «Events» liegt Frankfurt ziemlich weit vorne.

Frankfurt hat in den vergangenen Jahren die Haupteinkaufsstraße Zeil und auch die umliegenden Straßen mit vielen Millionen Euro saniert und optisch aufgemöbelt. Die Zeil zählt seit langem schon zu den meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands. Im vergangenen Jahr wurden dort an einem Samstag im April innerhalb von einer Stunde mehr als 14 000 Besucher gezählt.

Die IHK folgert aus der Untersuchung, dass im Wettstreit mit dem Online-Handel die Stadt den Aufenthalt in der City noch attraktiver machen müsse. Dazu gehörten die Sanierungen von Hauptwache und Konstablerwache. Wichtig sei ein guter öffentlicher Nahverkehr. Das Parken dürfe nicht zu teuer werden, sagt der zuständige IHK-Experte Alexander Theiss.

Der Besuch der Innenstadt wird aus Sicht von Joachim Stoll, dem Vorsitzenden des Einhandelsausschusses der IHK, immer mehr zum «Erlebnis». Einkaufen, der Besuch in Restaurant und der Faktor Unterhaltung gehörten dabei zusammen, sagt er unter Hinweis auf die Umfrage. Dort hatten fast 80 Prozent angegeben, dass sie bei großen «Events» wie etwa dem Museumsuferfest in die Frankfurter Innenstadt kommen.

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