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Offene Stellen an Grundschulen können besetzt werden

10.08.2020 - Trotz des prognostizierten Mangels von hessenweit 250 Grundschullehrern im kommenden Schuljahr zeigt sich das Kultusministerium optimistisch. Man sei «zuversichtlich», die offenen Stellen besetzen zu können, sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage in Wiesbaden. Die Anstrengungen des Landes, mehr Lehrer für die Grundschulen zu gewinnen, liefen gut an. Genaue Zahlen nannte der Ministeriumssprecher nicht.

  • Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wie aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervorgeht, rechnet das Land mit Blick auf die kommenden Schuljahre «weiterhin mit einer Steigerung des Lehrkräftebedarfs und damit verbunden mit einer herausfordernden Situation der Personalversorgung an den Grundschulen».

Hessen startet Mitte August ins neue Schuljahr. Als Gründe für den weiter steigenden Lehrkräftebedarf nannte das Ministerium die sukzessive Einführung einer zusätzlichen Deutschstunde, die geplante Verpflichtung zum Besuch von Vorlaufkursen für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen ab dem Schuljahr 2021/2022 und den weiteren Ausbau von Ganztagsangeboten.

Außerdem führe die demografische Entwicklung bis Mitte der 2020er Jahre zu einem erheblichen Mehrbedarf bei den Grundschulen, da ab dem Schuljahr 2020/2021 und vor allem ab 2021/2022 jährlich deutlich mehr Schülerinnen und Schüler in die erste Klasse eingeschult, als Kinder in eine weiterführende Schule wechseln würden.

«Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bringen nun weitere nicht vorhersehbare Nachteile für die Lehrkräfteversorgung mit sich, die in den bisherigen Planungen noch nicht berücksichtigt werden konnten», erläutert das Kultusministerium. Es sei damit zu rechnen, dass Kollegen aus Risikogruppen im kommenden Schuljahr nicht in gleicher Weise für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen wie in Zeiten vor der Pandemie.

Angesichts drohender Personalengpässe können künftig Gymnasien verpflichtet werden, Lehrkräfte an Grundschulen abzuordnen. Außerdem wird es Gymnasiallehrern, die gerade frisch in den Beruf starten, schmackhaft gemacht, für mehrere Jahre teilweise an Grundschulen zu unterrichten. Diese Lehrer rückten auf der Rangliste für eine Festanstellung nach oben.

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