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Partnerin erstochen: Lebensgefährte schweigt vor Gericht

04.01.2019 - Berlin (dpa/bb) - Neun Monate nach der tödlichen Messerattacke auf eine vierfache Mutter in Berlin-Wedding schweigt ihr Lebensgefährte vor dem Landgericht. Der 40-Jährige soll aus maßloser Eifersucht zwölf Mal auf die 32-Jährige eingestochen haben. Bei der Tat in der gemeinsamen Wohnung sollen die Kinder des Paares anwesend gewesen sein. Ob sich der wegen Mordes angeklagte Mann äußern werde, sei noch offen, erklärten die Verteidiger am Freitag zum Prozessbeginn.

  • Das Landgericht und die Staatsanwaltschaft in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Landgericht und die Staatsanwaltschaft in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der deutsche Angeklagte und die aus Polen stammende Frau seien nach islamischem Recht verheiratet gewesen, hieß es am Rande der Verhandlung. Das Opfer habe sich von dem Mann trennen wollen. Bereits in den Wochen vor der Messerattacke habe es bei der Familie mehrfach Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt gegeben. Auch etwa vier Stunden vor dem mutmaßlichen Mord seien Beamte alarmiert worden.

Es war 20.30 Uhr, als der 40-Jährige laut Anklage am 19. April 2018 aus «maßloser, jedoch unbegründeter Eifersucht und aus Wut darüber, dass die Geschädigte ihm den Zutritt zur Wohnung verweigert hatte», mit einem Messer angegriffen habe. Die Frau starb in der Wohnung.

Der Angeklagte, bei dem es sich nach Medienberichten um einen Ex-Rocker handeln soll, war wenige Stunden später festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Vorsitzende Richter sagte, das Gericht wolle eine Vernehmung der mit zehn Jahren ältesten Tochter der Getöteten verhindern. «Wir wollen ihr die nahezu zwingende Retraumatisierung ersparen.» Der Prozess geht am 11. Januar weiter.

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