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Point Alpha feiert Wiedervereinigung vor 30 Jahren

02.10.2020 - Mit einem Festakt und einer Kranzniederlegung ist am Freitag an der Gedenkstätte Point Alpha an der thüringisch-hessischen Landesgrenze das Jubiläum «30 Jahre Deutsche Einheit» gefeiert worden. Als Festredner nahm der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg an der Veranstaltung teil. Der Einigungsvertrag war am 3. Oktober 1990 offiziell in Kraft getreten. An der Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer der deutschen Teilung an der Gedenkstätte nahmen auch mehrere Vertreter der umliegenden Landkreise sowie Bundestagsvertreter aus der Region teil.

  • Joseph A. Papenfus, Brigadier General USAREUR, und Karl-Theodor zu Guttenberg (l-r). Foto: Swen Pförtner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Joseph A. Papenfus, Brigadier General USAREUR, und Karl-Theodor zu Guttenberg (l-r). Foto: Swen Pförtner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Coronabedingt dürfen die Veranstaltungen an der Gedenkstätte zum «Tag der Deutschen Einheit» in diesem Jahr nur mit einer begrenzten Teilnehmerzahl stattfinden. Auf den traditionellen Familientag mit Spezialitätenmarkt und Unterhaltungsprogramm dagegen müsse verzichtet werden, hatte die Point Alpha Stiftung erklärt. Sie betreut die Grenzgedenkstätte Point Alpha bei Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen). Dort verlief im Kalten Krieg die deutsch-deutsche Grenze.

Point Alpha war ein Beobachtungsposten der US-Streitkräfte. Im vergangenen Jahr kamen in die Gedenkstätte 75 000 Besucher. Die Stiftung hat sich seit ihrer Gründung 2008 zum Ziel gesetzt, den Kalten Krieg und dessen Auswirkungen auf der Welt, in Europa und in Deutschland aufzuarbeiten und darzustellen.

Anlässlich des Jubiläums ist für diesen Samstag auch ein ökumenischer Gottesdienst des Fuldaer Bischofs Michael Gerber geplant, der ab 10.00 Uhr per Livestream übertragen wird. Aus seiner Sicht haben die Deutschen allen Grund zur Dankbarkeit für die Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Es handle sich um einen «in der Weltgeschichte einmaligen Vorgang», schrieb der katholische Bischof in einem Gastbeitrag der «Fuldaer Zeitung» am Freitag. «Die Teilung eines Landes, ja eines ganzen Kontinents als Konsequenz einer politischen Neuordnung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in einem friedlichen Prozess überwunden.» Das sei dem Einsatz vieler Menschen zu verdanken.

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