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Polizei: Alkoholkontrollen von Lkw-Fahrern zeigen Wirkung

07.01.2020 - Im vergangenen Jahr ließ die Polizei wiederholt rastende Fernfahrer pusten. Viele hatten Alkohol intus. Nun beobachten die Beamten einen neuen Trend.

  • Ein Polizist hält eine Kelle mit der Aufschrift "Halt. Polizei" in der Hand. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist hält eine Kelle mit der Aufschrift "Halt. Polizei" in der Hand. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gießen (dpa/lhe) - Rund ein Jahr nach ersten großangelegten Kontrollen von Lastwagenfahrern sieht die Polizei Erfolge im Kampf gegen Alkohol am Steuer. Beamte in Mittelhessen trafen nach eigenen Angaben zuletzt weniger pausierende Fahrer auf Autobahnraststätten an, die noch kurz vor der Abfahrt Alkohol intus hatten. «Die Kontrollen entfalten ihre Wirkung», fasste der mittelhessische Polizeipräsident Bernd Paul zusammen. Die Sprecher der Polizeipräsidien in Nord- und Südhessen konnten diesen Eindruck für ihre Regionen bestätigen. Die Kontrollen sollen fortgesetzt werden.

«Wir stellen einen leichten Rückgang fest», hieß es in Kassel. Der «Kontrolldruck» habe sich offenbar ausgewirkt und die Fahrer sensibilisiert. Allerdings würden weiterhin teils auch stark alkoholisierte Fahrer angetroffen, berichtete ein Sprecher in Darmstadt. Die gemessenen Werte sogar bei Fahrern, die bereits in zwei oder drei Stunden ihre Reise fortsetzen wollten, liegen demnach auch schonmal jenseits der zwei Promille. Bei ihren Kontrollen nehmen die Beamte Fahrer in den Blick, die auf Raststätten das Ende ihrer Ruhezeiten abwarten.

Bei einer ersten Aktion im vergangenen Januar hatte beispielsweise die mittelhessische Polizei kurz vor Ende des Sonntagsfahrverbotes 275 Lkw-Fahrer zum Atemalkoholtest gebeten. Von ihnen standen 48 unter Alkoholeinfluss, 19 Fahrern musste ihre geplante Abfahrt untersagt werden, da ihre Werte über 0,5 Promille lagen. Inzwischen seien die Kontrollen bekannt, bilanzierten die Beamten. Im September seien von 89 kontrollierten Personen die meisten nüchtern gewesen.

Bei den Aktionen fielen den hessischen Beamten häufig Fahrer aus Osteuropa auf. Das liege auch daran, dass Kollegen aus Deutschland in der Regel nicht das Wochenende auf Rastplätzen verbringen müssten.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) begrüßt die Kontrollen. Diese seien grundsätzlich positiv zu sehen, sagte Vorstandssprecher Dirk Engelhardt in Frankfurt. Es gehe um mehr Sicherheit auf den Straßen. Er appelliere aber auch an alle Beteiligten, dass die Rahmenbedingungen im Transportgewerbe nachhaltig verbessert werden müssten. Fernfahrer benötigten zum einen mehr Rastplätze, zum anderen ein Freizeitangebot in der Nähe. Engelhardt schlug beispielsweise Leihwagen und Leihräder vor, mit denen die Fahrer in die Ortschaften gelangen könnten, oder Sportangebote in der Nähe von Rastanlagen.

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