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Protest gegen Waldrodung für Autobahnausbau formiert sich

07.08.2020 - Gegner des Ausbaus der Autobahn 49 haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um die Rodung eines mittelhessischen Waldstücks für die geplante Trasse zu verhindern. Es gehe darum, in Zeiten des Klimawandels einen intakten Wald zu erhalten und sich für eine gerechte Verkehrswende einzusetzen, erläuterten die Sprecher des Aktionsbündnisses «Autokorrektur» am Freitag im Dannenröder Forst bei Homberg (Ohm) ihre Ziele.

  • Gegen den Weiterbau der A49 richtet sich ein Plakat von Umweltschützern. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gegen den Weiterbau der A49 richtet sich ein Plakat von Umweltschützern. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Umweltschützer kündigten vielfältige Proteste und Widerstand gegen die möglicherweise ab Herbst beginnenden Rodungen an sowie gegen eine Räumung ihres bereits vor einigen Monaten aufgeschlagenen Camps von «Waldbesetzern». Geplant seien Aktionen des zivilen Ungehorsams, sagte eine Sprecherin der Initiative «Aktion Schlagloch». «Wir werden dafür mit unseren Körpern die Räumungs- und Rodungsarbeiten blockieren.» Das aus verschiedenen Gruppen bestehende Bündnis kündigte außerdem eine Demonstration am 11. September in Wiesbaden an.

Der geplante und umstrittene Autobahnabschnitt der A49 führt von Stadtallendorf-Nord über 17,5 Kilometer nach Süden zum Ohmtal-Dreieck und knüpft dort an die A5 an. Vorgesehen ist, dass dafür 27 Hektar Wald, insbesondere im Dannenröder Forst, gefällt werden. Die A49 soll Kassel und Gießen miteinander verbinden.

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