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Prozess eröffnet: Brandstiftung mit Geständnis

08.08.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit einem Geständnis hat der Prozess um einen Brand im Frankfurter Gefängnis begonnen. Der 36 Jahre alte Angeklagte erklärte am Donnerstag, er habe im November 2018 in der Justizvollzugsanstalt IV Klopfgeräusche aus der Nachbarzelle gehört. Dadurch habe er sich «provoziert» gefühlt. Laut Anklage steckte er Kleidungsstücke und eine Wolldecke in Brand und verursachte damit «erhebliche Rauchentwicklung»: 150 Gefangene mussten kurzfristig ihre Zellen verlassen, sie wurden in einen Gemeinschaftsraum verlegt. Vier Häftlinge und drei Bedienstete erlitten leichtere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Der Sachschaden belief sich auf rund 16 000 Euro.

  • Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der psychiatrische Sachverständige attestierte dem 36-Jährigen am ersten Verhandlungstag Schizophrenie und Verfolgungswahn. Dies sei auf jahrelangen Drogenmissbrauch zurückzuführen. Der Strafkammer empfahl der Sachverständige, den Brandstifter dauerhaft in die Psychiatrie einzuweisen. In der kommenden Woche soll eine Entscheidung verkündet werden. Zum Tatzeitpunkt hatte der Mann eine kurzzeitige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt, weil er eine Geldstrafe nicht hatte bezahlen können.

(AZ 6361 Js 255672/18)

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