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Prozess gegen mutmaßliche Sekten-Anführerin

20.05.2019 - Hanau (dpa/lhe) - Mehr als 30 Jahre nach dem Tod eines kleinen Jungen in einer sektenähnlichen Gruppe in Hanau kommt es zum Prozess am dortigen Landgericht. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, wurde die Anklage zugelassen. Das Hauptverfahren könne vor der 1. großen Strafkammer - als Schwurgerichtskammer - eröffnet werden. Voraussichtlich vom 22. Oktober an soll der aufsehenerregende Fall verhandelt werden.

  • Ein Schild mit dem Landeswappen ist am Gebäude des Land- und Amtsgerichtes Hanau befestigt. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit dem Landeswappen ist am Gebäude des Land- und Amtsgerichtes Hanau befestigt. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angeklagt ist eine heute 71 Jahre alte Frau. Ihr wird zur Last gelegt, am 17. August 1988 in Hanau ein damals vierjähriges Kind aus niedrigen Beweggründen und grausam getötet zu haben. Das Kind soll in einem zugeschnürten Leinensack erstickt sein. Um Informationen zur Todesursache zu bekommen, war die Leiche im Juli 2017 auf dem Friedhof im Stadtteil Kesselstadt exhumiert worden.

Die Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft die Anführerin einer «sektenähnlichen Gemeinschaft» gewesen sein. Sie sei davon ausgegangen, dass der Junge von «den Dunklen besessen» sei. Der Vierjährige sei das Kind eines Ehepaars gewesen, das Teil der Gemeinschaft gewesen sei. Die Angeklagte habe sich um leibliche Kinder, Adoptivkinder und Pflegekinder gekümmert.

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