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Prozess um Auftragsmord: Lebenslänglich oder Freispruch?

15.07.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach knapp einem Jahr Verhandlungsdauer steht der Prozess um den Auftragsmord an einem Frankfurter Geschäftsmann vor dem Abschluss. Die Staatsanwaltschaft forderte am Montag gegen den 47 Jahre alten Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Die Verteidigung sah dagegen die Täterschaft des Angeklagten als «nicht hinreichend belegt» und stellte den Antrag, den Mann freizusprechen. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt wird voraussichtlich am Mittwoch das Urteil verkünden.

  • Am Platz des Zeugentisches steht in einem Verhandlungssaal im Landgericht ein Mikrofon. Foto: Fredrik von Erichsen/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Am Platz des Zeugentisches steht in einem Verhandlungssaal im Landgericht ein Mikrofon. Foto: Fredrik von Erichsen/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte steht seit Ende Juli vergangenen Jahres wegen der Tötung des Inhabers eines Wettbüros vor Gericht. Der Mann war im Januar 2014 vor seinem Bürohaus in Frankfurt-Sachsenhausen erschossen worden. Den Ermittlungen zufolge sollen er und der mutmaßliche Auftraggeber geschäftlichen Streit gehabt haben. Sowohl der in Serbien wohnhafte Geschäftsmann als auch der Angeklagte bestritten, mit dem Tod des Familienvaters etwas zu tun zu haben. Der mutmaßliche Auftraggeber war an seinem Wohnort mittels Videoschalte vernommen worden. Der Angeklagte hatte sich erst in der Endphase der umfangreichen Beweisaufnahme zu den Anklagevorwürfen geäußert.

Nach Ansicht der Anklagevertreterin komme für den Angeklagten das Mordmerkmal der Heimtücke in Betracht, weil das Opfer beim Betreten des Bürohauses «arg- und wehrlos» gewesen sei. Darüber hinaus nannte die Staatsanwältin Habgier und niedrige Beweggründe als weitere Mordmerkmale. Die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld aber verlangte sie nicht. Der Verteidiger fühlte sich besonders durch das Ergebnis der Videoschalte bestätigt. Ende Mai hatte er deshalb bereits die Entlassung seines Mandanten aus der Untersuchungshaft gefordert. Die Richter hatten entsprechende Anträge jedoch abgelehnt.

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