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Prozess um Drogenbunker in Mietgarage: Ein Geständnis

18.01.2021 - Nach dem Fund von Drogen im Schwarzmarktwert von rund 1,5 Millionen Euro in einer Mietgarage in Hanau hat einer der beiden Angeklagten vor dem Hanauer Landgericht gestanden. Er habe von dem umfangreichen internationalen Drogenhandel gewusst, sagte der 44-Jährige am ersten Verhandlungstag. Sein mutmaßlicher Komplize, ein 42-Jähriger, schweigt bislang zu den Vorwürfen (Az.: 4445 Js 7748/20).

  • Ein Schild mit dem Landeswappen ist am Gebäude des Land- und Amtsgerichtes befestigt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit dem Landeswappen ist am Gebäude des Land- und Amtsgerichtes befestigt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, mehr als 140 Kilogramm Drogen in einer Mietgarage gebunkert und damit gehandelt zu haben. Insgesamt soll es sich um rund 130 Kilogramm Marihuana, zwei Kilogramm reines Kokain sowie neun Kilogramm Haschisch gehandelt haben.

Das Rauschgift sei versteckt in präparierten Lastwagen nach Hanau geliefert und von dort aus deutschlandweit verteilt worden, sagte der 44-Jährige. Er selbst sei jedoch nur als Kurierfahrer aktiv gewesen und habe Transporte nach Hamburg und Hannover ausgeführt. Ein Großteil der Drogen sei im Rhein-Main-Gebiet verteilt worden. Er selbst habe nichts verkauft, sondern lediglich von Hintermännern die Anweisungen erhalten. Zudem sei er massiv unter Druck gesetzt worden.

Ein kurioser Zufall hatte dazu geführt, dass die Polizei den Drogenbunker entdeckt hatte. So hatte der Eigentümer der Mietgarage die Räumung verfügt, weil der 44-Jährige mit der Miete im Rückstand gewesen sei. Bei der Räumung waren 24 Kisten mit den Drogen entdeckt worden. Während der Räumung sollen die beiden Männer mit einem Transporter auf dem Gelände aufgetaucht sein. Sie wurden von anwesenden Beamten festgenommen. Für den Prozess sind weitere vier Verhandlungstage geplant.

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