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Zahlreiche Menschen feiern auf Opernplatz in Frankfurt

05.07.2020 - Bars und Clubs sind seit Monaten geschlossen. Deshalb zieht es viele Menschen auf öffentliche Plätzen, wie den Frankfurter Opernplatz. Was bleibt, sind enorme Müllmengen.

  • Hinterlassenschaften der Feiernden stehen auf dem Opernplatz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hinterlassenschaften der Feiernden stehen auf dem Opernplatz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erneut haben sich an diesem Wochenende zahlreiche Menschen zum Feiern auf dem Opernplatz versammelt. Am Samstagabend zählte die Polizei um die 1500 Personen, am Abend zuvor seien es, bei etwas besserem Wetter, 2000 gewesen. «Es verlief alles soweit ruhig und friedlich», sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Allerdings hatte die Stadt unlängst wegen des deutlich erhöhten Müllaufkommens Alarm geschlagen. Da aufgrund der Corona-Pandemie Bars und Clubs seit Monaten geschlossen sind, zieht es zahlreiche feierfreudige Menschen auf öffentliche Plätze.

«Der Reinigungsaufwand für unsere Mitarbeiter ist derzeit etwa drei- bis viermal so hoch», sagte ein Sprecher der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) am Sonntag. «Die Leute machen Party im öffentlichen Raum und der Müll bleibt liegen.» Am Wochenende habe auch eine Bürgerinitiative bei der Abfallbeseitigung geholfen. «Das ist toll, dass das Bewusstsein in der Bevölkerung steigt, aber das löst nicht das grundsätzliche Problem.»

Die Stadt hatte in der vergangen Woche die aktuelle Situation angeprangert und von der Bevölkerung mehr Einsicht und Respekt gefordert. «Mir stinkt es. Wie diese Stadt aussieht», sagte die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Die Leute würden keinen Respekt zeigen und einfach ihren Abfall hinterlassen. Ab einem gewissen Pegel sinkt die Einsicht und die Aggressivität steigt drastisch», sagte der Chef der Stadtpolizei, Matthias Heinrich. Auch Sicherheitsdezernat Markus Frank (CDU) bezeichnete die Lage am Opernplatz als «alarmierend».

Die Stadt reagierte bereits mit härteren Maßnahmen: Seit 1. Juli wurde bei Kleinmüllverstößen die zulässige Obergrenze für Verwarngelder von 30 auf 55 Euro erhöht.

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