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SPD-Fraktion bringt Landarztquote-Vorschlag in Landtag ein

18.02.2020 - Wiesbaden (dpa/lhe) - Die oppositionelle SPD-Landtagsfraktion hat für ihren Vorschlag für eine Landarztquote bei Hessens Medizinstudienplätzen geworben. Die gesundheitspolitische Sprecherin Daniela Sommer sagte am Dienstag in Wiesbaden: «Insbesondere die Nachbesetzung von Hausarztsitzen in ländlichen Regionen wird immer schwieriger.» Deshalb müsse die Politik dringend handeln. Stipendien oder Niederlassungsförderungen reichten nicht aus, um die Versorgung sicherzustellen.

  • Ein Landarzt nimmt sein Stethoskop aus dem Koffer. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Landarzt nimmt sein Stethoskop aus dem Koffer. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut SPD-Forderungen sollten zehn Prozent der Medizinstudienplätze für Bewerber reserviert werden, die sich verpflichten, nach erfolgreichem Abschluss mindestens zehn Jahre als Hausarzt zu praktizieren. Und zwar in einer Region, in der Mangel herrscht oder die von Mangel bedroht ist. Hält sich der Mediziner nicht an die Abmachung, drohe eine Vertragsstrafe von 250 000 Euro.

Die Grünen-Abgeordnete Nina Eisenhardt erinnerte daran, dass auch die schwarz-grüne Landesregierung eine Landarztquote einführen wolle. «Gründlichkeit geht aber vor Schnelligkeit», sagte sie. Der CDU-Gesundheitsexperte Ralf-Norbert Bartelt nannte die Quote «kein Allheilmittel» aber «einen wichtigen Baustein». Claudia Papst-Dippel von der AfD kritisierte, dass sich der SPD-Vorschlag nur auf Hausärzte beziehe. Auch bei anderen Fachrichtungen, etwa bei den Augenärzten, gebe es einen Mangel.

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