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SPD-Politiker: Betroffene rassistischer Gewalt oft ignoriert

21.02.2020 - Berlin (dpa) - Die Gefühle und Sorgen der Opfer rassistisch motivierter Gewalt werden nach Ansicht des SPD-Innenpolitikers Helge Lindh in Deutschland viel zu wenig beachtet. Mit Blick auf die jüngsten Anschläge rechter Verschwörungstheoretiker sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur: «Wer von Hanau und Halle redet, darf nicht von permanenter Ausgrenzung und Bevormundung der Opfergruppen in den letzten Jahren schweigen.»

  • Helge Lindh (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestags. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Helge Lindh (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestags. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Denn der verbale und der physische Terror richte sich eben nicht abstrakt gegen «die Demokratie», sondern insbesondere gegen Muslime, Juden, Menschen türkischer, kurdischer und arabischer Herkunft. Diese würden zum Feindbild und «Hassobjekt» gemacht. «Solange wir nicht mit den Augen der Opfer sehen, haben wir nichts verstanden», sagte Lindh.

Der Umstand, dass sich einzelne Täter nicht mit absoluter Sicherheit aufhalten lassen, dürfe nicht davon ablenken, dass «ein rassistisches Dauerrauschen» diese Täter in ihrem Wahnsinn ermutige und bestätige. Die Rhetorik öffentlich bekannter Figuren wie AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland, AfD-Innenpolitiker Gottfried Curio und dem neu-rechten Verleger Götz Kubitschek sei wie eine Petrischale, in der Hass gezüchtet werde.

In Hanau hatte ein 43-jähriger Sportschütze in der Nacht zum Donnerstag neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Anschließend tötete er nach Überzeugung der Ermittler seine Mutter und sich selbst. In Halle hatte im Oktober ein isoliert lebender deutscher Antisemit versucht, in eine voll besetzte Synagoge einzudringen. Anschließend erschoss er auf der Straße eine Frau und einen Mann in einem Döner-Imbiss.

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