Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

SV Wehen Wiesbaden stolpert in nächste Pleite

18.08.2019 - Ernüchterung statt Aufstiegseuphorie: Der SV Wehen Wiesbaden ist noch längst nicht in der zweiten Liga angekommen. Nach der dritten Niederlage im dritten Spiel steht der Club erstmal ganz unten.

  • Wiesbadens Marvin Ajani sitzt nach Spielende am Torpfosten neben dem Spielball. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wiesbadens Marvin Ajani sitzt nach Spielende am Torpfosten neben dem Spielball. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - Rüdiger Rehm rieb sich verwundert die Augen. So «lustlos, willenlos, mutlos» wie beim 0:3 (0:1) am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Erstliga-Absteiger Hannover 96 habe er sein Team vom SV Wehen Wiesbaden selten erlebt. «In dieser Liga können wir nur bestehen, wenn wir ans absolute Maximum gehen, wenn wir fighten, bis kein Grashalm mehr auf dem Rasen ist», sagte der 40-jährige Chefcoach nach dem ernüchternden Auftritt am Samstag vor 5607 Zuschauern.

«Ich erwarte mehr Robustheit, mehr Körperlichkeit, mehr Engagement und Einsatz von meiner Mannschaft», forderte Rehm und bezog sich vornehmlich auf die desaströse erste Halbzeit. «Wir haben richtig Bock auf diese Partie», hatte der zweifache Torschütze Jeremias Lorch noch beim unglücklichen Pokal-Aus gegen den 1. FC Köln getönt. Doch davon war kaum etwas zu sehen.

Hannover, nach nur einem Punkt und dem Scheitern im Pokal in Karlsruhe nicht vor Selbstvertrauen strotzend, reichte eine Durchschnittsleistung mit Treffern von Marvin Duksch (28. Minute, 76./Handelfmeter) und Florent Muslija (57.) zum ersten Dreier und ersten Auswärtssieg nach 30 erfolglosen Ligaspielen.

Wiesbaden war ohne nominellen Stürmer in die Partie gegangen. Nach Philip Tietz (Meniskus-Operation) fiel auch Daniel Kofi Kyereh aus. Der sicherste Torschütze Manuel Schäffler war nach einer Verletzung nur bedingt eine Alternative. «Er hat nur einmal trainiert», sagte Rehm über den 30-Jährigen. Die Suche nach einem zusätzlichen Stürmer muss Wehen nun forcieren. «Wir müssen was machen, doch das ist nicht so einfach», sagte der SVWW-Trainer.

Schäffler kritisierte derweil die Einstellung. «Uns fehlt manchmal der Mut. Wenn es um alles oder nichts geht wie gegen Köln, dann schaffen wir es, eine entsprechende Leistung abzurufen.» Ähnlich äußerte sich sein Kollege Sascha Mockenhaupt: «Wir verpennen einfach 45 Minuten, das kannst du dir in dieser Liga nicht erlauben. Wir brauchen immer irgendeinen Nackenschlag, um aufzuwachen.» Das kurze Aufbäumen nach dem Wechsel bis zum 0:2 zeigte, was möglich gewesen wäre.

Rehm will auf die dritte Liga-Pleite mit noch intensiverer Arbeit antworten. «Wir werden den Kopf wieder hochnehmen und mit Vollgas in die nächste Woche gehen», erklärte der Coach, den die Personalsorgen begleiten werden. Am Samstag stellt sich der SVWW beim VfL Bochum vor. Mit einem Punkt auf dem Konto steht der Ruhrpott-Club nur unwesentlich besser da.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren