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Schäfer-Gümbel erwartet genügend Kandidaten für SPD-Vorsitz

22.06.2019 - Berlin (dpa/lhe) - Der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel erwartet eine ausreichende Zahl an Bewerbern für den künftigen Vorsitz seiner Partei. «Ich habe keine Sorgen, dass sich nicht genügend spannende Kandidatinnen und Kandidaten melden», sagte der scheidende hessische SPD-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Montag will der SPD-Vorstand ein Verfahren zur Bestimmung des Vorsitzes nach dem Rücktritt von Andrea Nahles festlegen.

  • Thorsten Schäfer-Gümbel, kommissarischer SPD-Parteivorsitzender, spricht in einem Interview. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thorsten Schäfer-Gümbel, kommissarischer SPD-Parteivorsitzender, spricht in einem Interview. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Als eine mögliche Anwärterin für das Amt gilt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Eine Kandidatur nicht ausgeschlossen hatten der nordrhein-westfälische SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty und die ehemalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, Gesine Schwan. Zuvor hatten mehrere SPD-Spitzenpolitiker klar gemacht, dass sie das Amt nicht anstreben.

«Ich wünsche mir, dass alle ihre Kampagne darauf ausrichten, dass es um das Gemeinsame geht», sagte Schäfer-Gümbel. «Wenn sich alle darauf verpflichten, wird uns die Debatte um die Zukunft der SPD und über den Blick der SPD auf die Zukunft interessant und attraktiv machen.»

Viele Mitglieder wünschten sich eine breite Beteiligung der Basis bei der Vorsitzendenwahl, sagte Schäfer-Gümbel. Dies habe die parteiinterne Online-Umfrage mit mehr als 23 000 Teilnehmern ergeben. «Es gibt auch Wünsche und Hinweise von den Mitgliedern, dass eine Doppelspitze eine gute Alternative ist.» Dazu gebe es auch den Vorschlag, das nicht zwingend vorzuschreiben.

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