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Schlichter haben in der Lufthansa-Kabine das Wort

18.12.2019 - Frankfurt/Main (dpa) - Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der Kabinengewerkschaft Ufo haben die Schlichter ihre Arbeit aufgenommen. Ex-Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise und der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sind am Mittwoch in Frankfurt mit den zerstrittenen Tarifparteien zusammengekommen, wie eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte.

  • Die Schlichter Frank-Jürgen Weise (l), und der SPD-Politiker Matthias Platzeck. Foto: Wolfgang Kumm/Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Schlichter Frank-Jürgen Weise (l), und der SPD-Politiker Matthias Platzeck. Foto: Wolfgang Kumm/Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Formal befinde man sich in der sogenannten «kleinen Schlichtung», die laut dem Tarifvertrag zur Konfliktbeilegung ausgelöst worden sei, erklärte die Sprecherin. Hier geht es zunächst nur um die von Ufo aufgestellten und bereits bestreikten Forderungen. Konkret sind das neben einer Lohnsteigerung um 2 Prozent höhere Spesen und Zulagen für die Flugbegleiter sowie eine Regelung für Saisonkräfte, damit diese einfacher in reguläre Angestelltenverhältnisse wechseln können.

Lufthansa wie die Ufo erklären aber beide, weitere Probleme in einer so genannten «großen Schlichtung» lösen zu wollen. Auf deren Grundzüge hatte man sich bereits im November bilateral geeinigt, war dann aber im gegenseitigen Misstrauen doch nicht zueinander gekommen. Der Ufo-Vizevorsitzende Daniel Flohr hatte unmittelbar vor der Schlichtung noch einmal Zweifel angemeldet, ob Lufthansa tatsächlich an einer Gesamtlösung interessiert sei. Schließlich habe sich das Unternehmen von der Arbeitsdirektorin Bettina Volkens getrennt, weil diese einen Annäherungskurs vertreten habe.

Die Gewerkschaft hat vorerst keine neuen Streiks angekündigt. In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200 000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

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