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Schmerzensgeld für Urlauberin nach Sturz von Massageliege

06.07.2020 - Nach einem Sturz von der Massageliege eines Hotels auf Teneriffa sind einer Urlauberin vom Landgericht Frankfurt rund 1300 Euro Schmerzensgeld zugesprochen worden. Laut der am Montag mitgeteilten Entscheidung hatte der Hotelbetreiber gegen seine Verkehrssicherungspflichten verstoßen, indem die Urlauberin nicht auf das Risiko hingewiesen worden sei, dass die Klappliege beim Aufstehen kippen könnte. (AZ 2-24 O 28/18)

  • Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die 1,54 Meter große Urlauberin hatte nach der Massage beim Aufstehen den bereitstehenden Fußtritt mit ihren Füßen nicht erreichen können. Stattdessen kippte die Liege und die Frau fiel zu Boden. Sie erlitt eine Fraktur am Handgelenk sowie Prellungen an Kopf und Armen. Darüber hinaus stellte sich für zwei Wochen ein Taubheitsgefühl an einer Körperhälfte ein.

Trotz des zugesprochenen Schmerzensgeldes wiesen die Richter der Urlauberin eine Mitschuld an dem Unfall zu. So habe sie sich nicht von dem Masseur helfen lassen, die Liege zu verlassen. Zur Begründung sagte sie, sie habe sich nicht mit entblößtem Oberkörper einem fremden Mann zeigen wollen. Laut Entscheidung hätte sie ihren Körper allerdings auch mit einem Badetuch verhüllen können.

Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

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