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Soldat in Hessen verhaftet: Ermittlungen des LKA dauern an

02.03.2021 - Nach der Festnahme eines Bundeswehrsoldaten im Hochtaunuskreis stehen die Ermittlungen nach Kontakten und Verbindungen in der rechtsextremen Szene noch am Anfang. Zahlreiche Unterlagen müssen noch ausgewertet werden.

  • Auf dem vom hessischen Landeskriminalamt zur Verfügung gestellten Foto sind Waffen auf einem Bett zu sehen. Foto: -/LKA Hessen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf dem vom hessischen Landeskriminalamt zur Verfügung gestellten Foto sind Waffen auf einem Bett zu sehen. Foto: -/LKA Hessen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach der Festnahme eines Bundeswehrsoldaten aus dem Hochtaunuskreis, der Waffen gehortet und sich in rechtsextremer Weise geäußert haben soll, gehen die Ermittlungen weiter. «Wir ermitteln in ganz verschiedenen Bereichen», sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts in Wiesbaden am Dienstag. Datenträger müssten ausgewertet und Zeugen vernommen werden. Das Verfahren wird seit Dienstag von der Staatsanwaltschaft Frankfurt geführt. Eine Sprecherin konnte noch keine näheren Angaben zu dem Fall machen. «Wir haben die Unterlagen erst heute bekommen», sagte sie. Ein Pamphlet sei ebenso auszuwerten wie die Kontakte und Material auf Handy und Datenträgern. Hier stünden die Ermittler aber noch ganz am Anfang.

Spezialkräfte der hessischen Polizei hatten am Wochenende den 21-Jährigen festgenommen und Waffen sowie Munition sichergestellt. Auch ein Verwandter des Mannes, ein 63-Jähriger, wurde festgenommen, ein dritter Tatverdächtiger im Alter von 20 Jahren stellte sich der Polizei. Dabei soll es sich um den Vater und den Bruder des 21-Jährigen handeln. Gegen alle drei Männer aus Glashütten wurde Haftbefehl erlassen. Sie sollen nun im Rahmen der Ermittlungen vernommen werden, hieß es beim LKA.

Bei der Durchsuchung der Privat- und Diensträume waren umfangreiche Beweismittel, darunter scharfe Schusswaffen, diverse Munition, Spreng- und Explosivstoff sowie Schriftstücke und Datenträger aufgefunden und sichergestellt worden.

In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Ermittlungen gegen Soldaten und Polizisten, darunter auch Angehörige von Spezialkräften, wegen Verbindungen zu Rechtsextremisten gegeben. Im Mai beginnt in Frankfurt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt das Verfahren gegen einen Bundeswehroffizier, dem unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen werden.

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