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Sozialminister Klose: Nicht leichtsinnig werden

21.04.2020 - In Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen muss künftig ein Mund-Nasen-Schutz in Hessen getragen werden. Das darf aber nicht zu einem trügerischen Schutz vor dem Coronavirus führen, mahnt Sozialminister Klose.

  • Kai Klose spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kai Klose spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat trotz des abgeschwächten Anstiegs der Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Hessen vor nachlassender Vorsicht gewarnt. «Wenn wir jetzt leichtsinnig werden, gefährden wir unsere gemeinsamen Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie, die nur durch die Kontaktverbote und drastischen Maßnahmen erreicht werden konnten», sagte der Minister am Dienstag in Wiesbaden. Die teilweise Lockerung der Einschränkungen bedeute nicht, dass die Bedrohung durch das Virus vorbei ist.

In Hessen haben sich inzwischen 7305 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das seien 77 Fälle mehr als noch am Vortag, erklärte Klose (Stand: 14.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle stieg um 11 auf 257. Von den hessischen Erkrankten werden nach seinen Worten 974 stationär in Krankenhäusern behandelt, davon müssen 259 beatmet werden. Die Meldung des Ministeriums berücksichtigt nur solche Fälle, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Nach Angaben des Ministers stehen in Hessens Krankenhäuser mehr als 13 300 freie Betten bereit, darunter rund 2100 mit einem Beatmungsgerät. Die Zahl der beatmungspflichtigen Patienten sei in den zurückliegenden Tagen stabil gewesen.

Mittlerweile gebe es im Land auch 52 Schwerpunktpraxen, in denen infizierte Patienten oder Verdachtsfälle behandelt werden können, berichtete der Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank Dastych. Zu ihrer Unterstützung gebe es noch rund 400 weitere Praxen, die infizierte Patienten versorgen, jedoch nicht als Schwerpunktpraxis angemeldet sind. Sechs von sieben Patienten könnten ambulant behandelt werden, erklärte Dastych.

«Wir werden hier den Bedarf genau beobachten und deren Zahl flexibel anpassen», erklärte der Mediziner zu den Schwerpunktpraxen. «Mit ihnen können wir die Krankenhäuser weiterhin für die Behandlung schwerer Fälle freihalten.» Die gute ambulante Versorgung sei ein Grund dafür, dass es dramatische Szenarien, wie man sie aus anderen Ländern kenne, in Hessen nicht gebe. Wichtig sei auch für die nächste Zeit, die Patientenströme zwischen normalen Patienten und Covid-19-Patienten zu trennen.

Der Sozialminister bezeichnete die für Hessen geplante Maskenpflicht in Läden und im öffentlichen Nahverkehr als richtigen Weg. Es müsse aber auch weiterhin klar sein, dass damit nicht eine Aufhebung des Abstandsgebots und Kontaktverbots einhergehe. Die Masken dürften nicht zu einem trügerischen Schutz führen.

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