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Spargelsaison in Hessen offiziell gestartet

08.04.2019 - Spargel gilt als gesund, kalorienarm und manch einer wartet sehnsüchtig auf das Edelgemüse. Landwirtschaftsministerin Hinz hat nun die Saison in Hessen für eröffnet erklärt. Die Erzeuger sind für dieses Jahr optimistisch.

  • Spargelköpfe ragen aus dem Damm. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Spargelköpfe ragen aus dem Damm. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weiterstadt (dpa/lhe) - Spargel-Genießer können sich freuen: Die Saison ist nun auch offiziell eröffnet. Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) legte bei der Auftaktveranstaltung am Montag in Weiterstadt selbst Hand an und stach einige der weißen Stangen. Unterstützung erhielt sie symbolisch fürs Fotomotiv von der neuen Spargelkönigin Ronja I. und ihrer Vorgängerin Sarah I.

Nachdem bereits auf einigen beheizten Feldern Spargel geerntet wurde, ist der offizielle Startschuss für die diesjährige Saison gefallen. Die Spargelernte beginnt in Deutschland normalerweise in der zweiten Aprilhälfte und endet am «Johannistag», dem 24. Juni. Erzeuger rechnen in Hessen mit einem guten Jahr, letztendlich ist die Ernte aber vom Wetter abhängig.

Rolf Meinhardt der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen sagte: «Der trockene Herbst, der kühle Winter und die frühlingshaften Temperaturen im Februar haben dem Spargel einen guten Start bereitet, auch wenn er im März durch die das kühle und stürmische Wetter noch einmal ausgebremst wurde.»

In Hessen wird auf mehr als 2000 Hektar Spargel angebaut, der überwiegende Teil davon im Raum Darmstadt, aber auch in den Nachbar-Landkreisen Groß-Gerau und Bergstraße. Ministerin Hinz sagte: «Mein Ziel ist es, die Direktvermarktung von regionalen Produkten weiter zu stärken, nach dem Motto: Mehr saisonale und regionale Produkte aus Hessen für Hessen.» Erwerben können Kunden die Ware nicht nur in Einkaufsläden, auch auf Spargelhöfen und an zahlreichen Verkaufsständen.

Bundesweit liegen die Hauptanbauflächen in Niedersachsen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Im vergangenen Jahr wurden nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 129 600 Tonnen des Gemüses geerntet. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 1,42 Kilogramm Spargel in Deutschland.

In Hessen wurden nach Angaben des Arbeitskreises Spargel Südhessen gut 10 800 Tonnen gestochen. Die weißen Stangen sind eine der wichtigsten Gemüsekulturen in Hessen, wie das Ministerium mitteilte.

Wegen des durchwachsenen Wetters fiel die Saison im Vorjahr in Hessen eher mäßig aus. Wegen der Hitze gab es zu viel Spargel auf einmal, dann waren den Erzeugern zufolge zu wenig Erntekräfte vorhanden und der Preis für das Edelgemüse zu niedrig - allerdings günstig für die Verbraucher.

Der Klimawandel stellt auch den Spargelanbau vor große Herausforderungen. Im Vorjahr habe der extrem heiße und trockene Sommer Schwierigkeiten bereitet. Im Jahr 2017 habe später Frost dem Spargel geschadet, erklärte das Ministerium. «Deshalb setzen wir neben umfassendem Klimaschutz ebenso auf Klimaanpassung: Bei Sonderkulturen wie dem Spargel bieten wir zum Beispiel eine Förderung von Frostschutzanlagen an», erklärte Hinz.

Spargel gedeiht besonders auf sandigen, leichten Böden und braucht Sonne. Bundesweit gibt es dem Statistischen Bundesamt zufolge eine Anbaufläche von rund 23 000 Hektar. Spargel ist kalorienarm und gilt als gesund. Allerdings ist die Ernte Knochenarbeit, weil Stange für Stange per Hand geerntet werden muss. Deswegen ist das Gemüse auch vergleichsweise teuer.

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