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Spatenstich für RMV-Wasserstoff-Tankstelle in Höchst

26.10.2020 - Im Frankfurter Industriepark Höchst ist heute mit dem Bau einer Tankstelle begonnen worden, an der Züge mit Wasserstoff betankt werden können. Dieser Grundstoff fällt in dem Chemie-Komplex am Main in großen Mengen an und soll vom Jahresende 2022 an auch dazu genutzt werden, insgesamt 27 Triebwagen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) im sogenannten Taunus-Netz anzutreiben. Die Züge des Herstellers Alstom haben statt eines Diesel-Motors eine Brennstoffzelle an Bord und laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 1000 Kilometern. Auf vier Strecken im Taunus können die Züge dann ohne klimaschädliche Emissionen fahren.

  • Mehrer Schornsteine und Türme ragen im Industriepark Höchst hoch. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mehrer Schornsteine und Türme ragen im Industriepark Höchst hoch. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In den Brennstoffzellen reagiert der Wasserstoff sauber mit Sauerstoff. Es entstehen Wärme, Strom für die Motoren und als Abfallprodukt Wasserdampf.

Der RMV spricht von der weltgrößten Flotte von Schienen-Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Antrieb. Der Großauftrag mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro beinhaltet auch die Versorgung mit Wasserstoff am Industriepark Höchst des Betreibers Infraserv. Für die Tankstelle wurde am Montag ein symbolischer Spatenstich gesetzt. Geschäftsführer Joachim Kreysing bezifferte die Investion auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Das Land Hessen und der Bund fördern das Projekt. Man könne zeigen, was alles schon möglich ist, sagte der hessische Wirtschafts-Staatssekretär Jens Deutschendorf.

Im Industriepark hat der Betreiber Infraserv langjährige Erfahrungen mit dem hochexplosiven Gas, das bei der Produktion organischer Grundstoffe in der Chlor-Chemie anfällt. Bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse wird zunächst sehr viel Energie aufgewendet, weswegen der so gewonnene Wasserstoff bislang nicht als klimaneutral gelten kann. Bisher wird das Gas beispielsweise in der Düngerproduktion weiterverwendet oder schlicht zur Stromgewinnung verbrannt. Es existiert zudem bereits seit 2006 eine Wasserstoff-Tankstelle für Busse und Autos. Nachhaltigen, «grünen» Wasserstoff bekommt man erst, wenn das Gas allein mit dem Einsatz regenerativer Energien erzeugt wird.

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