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Studie: Jedes vierte Kind in Hessen ist chronisch krank

12.03.2019 - Ein Kinder- und Jugendreport bietet Grund zur Sorge: In Hessen sind Kinder über längere Zeit krank, können nur schwer geheilt werden. Viele leiden der Untersuchung zufolge außerdem an Rückenschmerzen und Übergewicht.

  • Ein Stethoskop und Kinderspielzeug liegen in einer Kinderarztpraxis auf einem Tisch. Foto: Britta Pedersen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Stethoskop und Kinderspielzeug liegen in einer Kinderarztpraxis auf einem Tisch. Foto: Britta Pedersen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Darmstadt (dpa/lhe) - In Hessen ist laut einer Studie der Krankenkasse DAK mehr als jedes vierte Kind chronisch krank. Am stärksten verbreitet seien demnach Asthma und Neurodermitis gefolgt von Heuschnupfen und entzündlicher Darmerkrankung. Außerdem würden sieben Prozent der Mädchen und Jungen an einer psychischen Erkrankung mit womöglich chronischem Verlauf leiden. Im Auftrag der Krankenkasse hatte die Universität Bielefeld Versichertendaten der DAK von etwa 56 000 hessischen Kindern aus dem Jahr 2016 untersucht. Mit Blick auf die hohe Zahl sei die Studie repräsentativ, sagte ein DAK-Sprecher.

Wie es im «Kinder- und Jugendreport» weiter heißt, sind auch Rückenschmerzen weit verbreitet. In dem am Dienstag in Darmstadt veröffentlichten Bericht heißt es, jedes sechste Kind erhalte wenigstens einmal im Jahr eine solche Diagnose. Vom zwölften Lebensjahr an sei fast ein Viertel aller Kinder von Rückenschmerzen betroffen. Dies sei alarmierend, da dies zu schweren Leiden im Erwachsenenalter führen könne. Von krankhaftem Übergewicht seien über alle Altersgruppen hinweg etwa drei Prozent der Kinder betroffen, im Alter zwischen 9 und 13 Jahren seien es 4,5 Prozent.

Gleichwohl seien hessische Kinder im Durchschnitt gesünder als Gleichaltrige. Zwar dominierten dieselben Erkrankungen wie im Rest der Republik. Der Anteil betroffener Kinder sei in manchen Bereichen aber geringer. So haben Kinder in Hessen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt seltener Viruserkrankungen (minus 35 Prozent) und Neurodermitis (minus 13 Prozent). Häufiger gebe es dagegen Allergien (plus 21 Prozent).

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