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Sturmböen fegen über Hessen: Rettungskräfte im Großeinsatz

25.04.2019 - Umgestürzte Bäume und Bauzäune, beschädigte Dächer, Blitzeinschläge, gesperrte Straßen und Schienen: Die Folgen eines Unwetters am Abend waren auch am Donnerstag vielerorts im Land noch zu spüren.

  • Mitarbeiter der Bahn und des Technischen Hilfswerks (THW) räumen die Bahngleise von herunter gefallenen Ästen. Foto: Dennis Altenhofen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mitarbeiter der Bahn und des Technischen Hilfswerks (THW) räumen die Bahngleise von herunter gefallenen Ästen. Foto: Dennis Altenhofen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Gewitter mit Sturmböen sind am Mittwochabend über Hessen hinweggefegt. Umgestürzte Bäume auf Straßen und Schienen beschäftigten Feuerwehr und Bahn teilweise bis in den Morgen. Im Kreis Marburg-Biedenkopf wurde ein Feuerwehrmann im nächtlichen Einsatz leicht am Bein verletzt; während Absperrmaßnahmen auf einer Landstraße streifte ihn ein Auto, wie der Kreis mitteilte. Meist blieb es jedoch bei Sachschäden.

Die Feuerwehr zählte mehr als 100 Einsätze am Mittwochabend allein in dem mittelhessischen Kreis. Dächer wurden den Angaben zufolge beschädigt, umgestürzte Bäume schlossen auf einer Landstraße Autofahrer ein. «Ab etwa 19:30 Uhr zogen dunkle Gewitterwolken über den Landkreis, gefolgt von Blitz, Donner und heftigen Sturmböen», berichtete die Kreis-Pressestelle. Die Polizei war auch wegen umhergewehter Gegenstände und ausgelöster Alarmanlagen unterwegs. Eine 26-Jährige sei mit dem Schrecken davon gekommen, als ein größeres Baumstück auf ihr Auto krachte.

Rund 70 Einsätze absolvierte die Feuerwehr im Wetteraukreis - der dringend erwartete Regen sei allerdings ausgeblieben, erklärte der Kreis. In Bad Nauheim wurde eine Person leicht von Ästen eines umstürzenden Baum am Kopf verletzt. Auch die Autobahn 5 blieb nicht verschont: Zwischen Ober-Mörlen und Friedberg blockierten Bäume die Fahrbahn, ein Fahrer wurde leicht verletzt, als ein Baum sein Auto traf, wie die Polizei erklärte. In Gießen maß der Deutsche Wetterdienst (DWD) Windgeschwindigkeiten bis zu 97 Stundenkilometer. Dazu kamen Blitz und Donner: Aus dem Landkreis Limburg-Weilburg meldete die Polizei kleinere Schäden durch Blitzeinschläge.

In Nordhessen fielen ebenfalls Bäume um. Vereinzelte Beeinträchtigungen gab es laut Polizei im Werra-Meißner-Kreis, eine Straße musste gesperrt werden.

Im Rhein-Main-Gebiet wehte es ebenso heftig. Die Frankfurter Feuerwehr berichtete auf Twitter von rund 85 Einsätzen bis 22 Uhr, aus Wiesbaden meldete die Polizei mehr als 30 Einsätze, unter anderem wegen einer unterspülten Straße. Im Bereich des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) kam es wegen Oberleitungsstörungen zu Ausfällen und Verspätungen im Regionalzugverkehr zwischen Frankfurt und Limburg. Auf der Strecke der Linie S2 mussten einem Bahn-Sprecher zufolge Ersatzbusse eingesetzt werden. Auch im Main-Kinzig-Kreis kam es zu Bahnverspätungen.

Für diesen Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit kühleren Temperaturen in Hessen. Die Höchstwerte sollen nur noch bei 14 bis 17 Grad liegen. Es ist meist stark bewölkt, Regenschauer sind möglich. Nachts zeigt das Thermometer nur noch sieben bis drei Grad. Ein ähnliches Bild zeigt die Vorhersage für das Wochenende, am Samstag kann es zudem erneut blitzen und donnern.

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