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Tod nach Kaiserschnitt: Ärztinnen schweigen zu Vorwurf

16.10.2019 - Nach einem Kaiserschnitt kommt es zu Komplikationen - eine junge Mutter verblutet kurz nach der Geburt. Nun soll ein Prozess klären: Haben drei Frauenärztinnen zu spät reagiert?

  • Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Tödlicher Geburtstermin: Nachdem eine 31 Jahre alte Frau vor fünf Jahren nach Komplikationen nach einem Kaiserschnitt verblutet war, müssen sich seit Mittwoch drei Frauenärztinnen vor dem Frankfurter Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung vor. Zu Prozessbeginn äußerten sich die drei Frauen im Alter zwischen 37 und 64 Jahren nicht zu den Vorwürfen. Sie sollen laut Anklage zu spät eingegriffen haben und so durch Unterlassen den Tod der 31-Jährigen verursacht haben. (AZ 8930 Js 241249/15).

Wenige Stunden nachdem das Baby wohlbehalten auf die Welt gekommen war, hatte sich bei der Mutter eine Gebärmutterschwäche bemerkbar gemacht, die mit Blutverlust verbunden war. Laut Anklage reagierten die Medizinerinnen - die leitende Ärztin, eine Oberärztin und eine Assistenzärztin - nicht in der nötigen Weise, um das Leben der Patientin zu retten. Nach dem Vorfall leitete die Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen ein, die sich über Jahre erstreckten. Parallel dazu einigte sich die Klinik und die Hinterbliebenen dem Vernehmen nach über zivilrechtliche Ansprüche.

Am ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Die Verteidiger teilten schließlich mit, dass sich die Ärztinnen nicht zu dem Vorwurf einlassen werden. Die Strafkammer wird deshalb bereits am kommenden Verhandlungstag mit der Vernehmung der zahlreichen Zeugen und Gutachter beginnen. Vorerst sind zehn Verhandlungstage bis Mitte November terminiert worden.

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