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Tödliche Stiche im Niddapark: Prozess gegen Gastronom

25.08.2019 - Mit der Uhr, einem Diamantring und den Autoschlüsseln seines Opfers soll der Täter geflohen sein. Motiv waren der Anklage zufolge drückende Schulden. Vor Gericht steht der Besitzer eines Frankfurter Lokals wegen Mordes aus Habgier.

  • Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten stehen an der entsprechenden Stelle im Niddapark. Foto: Boris Roessler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten stehen an der entsprechenden Stelle im Niddapark. Foto: Boris Roessler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Hintergrund der Tat sollen finanzielle Probleme gewesen sein: Weil er seine Geschäftspartnerin im Niddapark erstochen haben soll, muss sich ab diesem Dienstag (27. August) ein Frankfurter Gastronom vor Gericht verantworten. Die Anklage legt ihm Mord aus Habgier sowie zur Ermöglichung weiterer Straftaten zur Last. Der 51-Jährige soll bei der Frau erhebliche Schulden gehabt haben. Am Abend des 8. Mai vergangenen Jahres lockte er sein Opfer laut Anklage zu einem gemeinsamen Spaziergang in den Niddapark. Dort soll er die 29-Jährige mit 21 Messerstichen in Brust, Kopf und Nacken getötet haben. Die Leiche fand später ein Fußgänger.

Der Angeklagte soll mit der Uhr, einem Diamantring und den Autoschlüsseln des Opfers geflüchtet sein. Drei Tage nach der Tat wurde er festgenommen. Dem Vernehmen nach will der Mann vor Gericht zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Neben dem Mordvorwurf wird es in dem Prozess vor der Schwurgerichtskammer auch um waffenrechtliche Verstöße sowie Urkundenfälschung gehen, die dem Angeklagten zur Last gelegt werden. So soll er seine Gaststätte auf der «Fressgass» in der Innenstadt mit gefälschten Bilanzdaten zum Kauf angeboten haben.

Der mutmaßliche Täter und sein Opfer gelangten bereits Anfang 2017 in die Schlagzeilen, nachdem sie von angeblichen sexuellen Belästigungen eines Mobs arabischstämmiger Männer in der Silvesternacht in ihrem Lokal berichtet hatten. Dies stellte sich als erfunden heraus.

Das Frankfurter Landgericht steht vor einer ausgedehnten Beweisaufnahme. Die Terminliste mit 18 Verhandlungstagen reicht vorerst bis Mitte Januar kommenden Jahres.

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