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Tödlicher Unfall in Frankfurt: Ermittler setzen auf Kameras

16.02.2021 - Mehr als 50 Zeugen haben sich nach dem Unfall mit zwei tödlich verletzten Fußgängern in Frankfurt bei der Polizei gemeldet. Nun versuchen die Beamten zu ermitteln: Was geschah wirklich in den Minuten vor dem Zusammenstoß?

  • Die Polizei hat die Umrisse des Körpers eines der Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls markiert. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Polizei hat die Umrisse des Körpers eines der Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls markiert. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem Autounfall in Frankfurt mit zwei tödlich verletzten Fußgängern hat die Polizei umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Unter anderem sollen die Aufnahmen der umliegenden Verkehrskameras sichergestellt und die Daten von fest installierten Geschwindigkeitsmessstellen ausgewertet werden. So erhoffen sich die Ermittler mögliche Rückschlüsse darauf, welche Route der 38 Jahre alte Unfallfahrer nahm - und wie schnell er tatsächlich fuhr.

Zudem wurden Spezialisten des Landeskriminalamts in Wiesbaden damit beauftragt, die Bordelektronik des Autowracks auslesen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Darüber hinaus werden die Leichname der Unfallopfer obduziert und mehr als 50 Zeugenhinweise ausgewertet und geprüft. Am Samstag untersuchte bereits ein Gutachter die Unfallstelle im Stadtteil Sachsenhausen. Mit einem Ergebnis wird in dieser Woche allerdings eher nicht gerechnet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 38 Jahre alte Autofahrer aus Darmstadt am Samstag mit hoher Geschwindigkeit über eine rote Ampel gefahren ist. Dabei erfasste er die beiden 31 und 40 Jahre alten Fußgänger, die bei Grün über die Straße gingen. Die beiden Passanten wurden so schwer verletzt, dass sie kurz darauf im Krankenhaus starben. Auch der 38-Jährige wurde schwer verletzt. Ob er noch immer im Krankenhaus ist, konnte die Polizei am Montag nicht sagen. Unklar ist auch, ob der 38-Jährige möglicherweise absichtlich auf die Fußgänger zufuhr. Auch das soll ein Zeuge berichtet haben, das konnte die Polizei zunächst aber nicht bestätigen.

Erst im November hatte ein Autofahrer in Frankfurt einen ähnlich schweren Unfall verursacht. Ein ebenfalls 38-Jähriger soll damals an einer grünen Ampel stark beschleunigt und dann die Kontrolle über seinen PS-starken SUV verloren haben. Er überfuhr einen 27 Jahre alten Fahrradkurier und erfasste zwei 61 und 31 Jahre alte Fußgänger auf einem Gehweg. Der 61-Jährige und der 27-Jährige starben, die 31-Jährige wurde schwer verletzt. Die Akte aus dem Ermittlungsverfahren liegt der Staatsanwaltschaft Frankfurt nach eigenen Angaben bislang noch nicht vor.

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