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Totschlagsversuch nach Streit um Taubenfüttern

19.02.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil er nach einem Streit um das Füttern von Tauben seinen Kontrahenten fast zu Tode geprügelt und getreten haben soll, hat sich seit Dienstag ein 32-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Der Anklage zufolge hatten beide Männer an einem Kiosk in einer Parkanlage im Frankfurter Gutleutviertel im September vergangenen Jahres bereits stark dem Alkohol zugesprochen, als der aus Polen stammende Angeklagte plötzlich begann, Tauben zu füttern. Sein 63 Jahre alte Mitzecher beschwerte sich darüber und musste deshalb Schläge und Tritte einstecken. Laut Anklage schlug und trat ihn der Angeklagte auch dann noch, als er bereits bewusstlos am Boden lag.

  • Eine Statue der Göttin Justitia steht vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Göttin Justitia steht vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum Prozessbeginn gab der Angeklagte an, sich von dem späteren Opfer bedroht gefühlt zu haben. Der 63-Jährige sei häufiger aggressiv an dem Kiosk aufgefallen. Ein Zeuge bestätigte jedoch vor Gericht die Version der Staatsanwaltschaft, wonach die Tat allein vom Angeklagten «mit bedingtem Tötungsvorsatz» ausgegangen sei.

In dem Prozess geht es auch um die Frage einer eingeschränkten Schuldfähigkeit. Bei dem unmittelbar nach dem Vorfall festgenommenen Mann wurde ein Alkoholwert von knapp 2,4 Promille festgestellt. Die Schwurgerichtskammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.

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