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Über 900 neue Stellen für Hessens Schulen

21.01.2020 - Die Schulpolitik bleibt ein fortwährender Zankapfel zwischen der Landesregierung auf der einen sowie den Gewerkschaften und der Opposition auf der anderen Seite - trotz steigender Finanzmittel für den Kultus-Etat.

  • Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - An Hessens Schulen soll die Zahl der Pädagogen auch im kommenden Schuljahr 2020/21 steigen. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) kündigte am Dienstag in Wiesbaden 750 zusätzliche Stellen für Lehrer und Sozialpädagogen an. Dazu kämen weitere 150 Stellen für den Ausbildungsbereich. Finanziert werden sollen die Mittel für die insgesamt rund 900 neuen Stellen durch eine Aufstockung des Kultus-Etats.

Als einen Schwerpunkt für das kommende Schuljahr nannte Lorz die Stärkung der Bildungssprache Deutsch mit einer Ausweitung der Stundentafel in der Grundschule um eine zusätzliche Stunde. Auch die Deutsch-Förderkurse, die begleitend zum regulären Unterricht laufen, sowie das Deutschangebot an den Berufsschulen sollen ausgebaut werden.

Weitere Ziele seien, den anhaltenden Lehrkräftebedarf zu decken und an den Schulen Teams mit sozialpädagogischen Fachkräften zu bilden, um die Lehrer zu entlasten, sagte der Minister. Zudem soll die digitale Kompetenz gestärkt werden. Dazu gehöre auch, dass alle Lehrkräfte in Hessen dienstliche E-Mail-Adressen erhalten. Die neuen Stellen seien alle unbefristet, betonte der Kultusminister.

Für die Bildungsgewerkschaft GEW gehen die Maßnahmen des Landes jedoch nicht weit genug. Generell sei die Lage an den Schulen nach wie vor äußerst angespannt, kritisierten die Vorsitzenden Birgit Koch und Maike Wiedwald. Es gebe viele Beschwerden über eine zu hohe Arbeitsbelastung und schlechte Arbeitsbedingungen. Ein großes Problem seien auch die fehlenden ausgebildeten Lehrkräfte. Nach Angaben des Minister liegt der Anteil der Quereinsteiger ohne klassische pädagogische Ausbildung über alle Schulformen in Hessen bei rund acht Prozent.

SPD-Fraktionschefin Nancy Faeser kritisierte, dass vor allem für die Grundschulen zu wenig Lehrer zur Verfügung stehen. Deswegen müssten zusätzliche Studienplätze für das Grundschullehramt geschaffen und die Arbeitsbedingungen attraktiver gemacht werden. Dazu zähle auch die Anhebung der Besoldung für diese Pädagogen auf die Stufe A 13.

Für diesen Schritt sprach sich auch die Linke-Fraktion aus. Die Bildungsexpertin Elisabeth Kula mahnte, dass die zentralen Probleme an Hessens Schulen kaum mit den gegebenen Ressourcen gelöst werden könnten.

Im Haushaltsplan des Landes sind Mittel für das Kultusministerium von rund 4,2 Milliarden Euro für 2020 vorgesehen. Das entspricht einer Steigerung von 158 Millionen Euro im Jahresvergleich. In der kommenden Woche soll der Landeshaushalt in zweiter Lesung im hessischen Landtag beraten werden.

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