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Überbauung von Autobahn: Platz für tausende Wohnungen

13.11.2019 - Frankfurt will seine Stadtautobahn mit einem rund einen Kilometer langen Deckel versehen. Darauf soll ein großer Park entstehen, in unmittelbarer Nähe auch neue Wohnhäuser. Die Stadt will damit auch eine frühere Fehlplanung korrigieren.

  • Ein Schild "Straßenschäden" steht auf der Autobahn 661 (A661) nach Einbruch der Dunkelheit. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild "Straßenschäden" steht auf der Autobahn 661 (A661) nach Einbruch der Dunkelheit. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eine teilweise Überbauung der Autobahn 661 in Frankfurt soll Platz für weitere neue Wohnhäuser und Grünflächen schaffen. Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) unterzeichneten am Mittwoch eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung für das seit Jahren geplante Projekt. Damit rücke der geplante, ein Kilometer lange Deckel für die Stadtautobahn ein deutliches Stück näher, erklärte Josef.

Nach den bisherigen Plänen sollen auf diese Weise ein rund 80 Hektar großer Park - dies wäre einer der größten in Frankfurt - und bis zu 3000 Wohnungen entstehen. Wohnen könne man zwar nicht auf dem Autobahndeckel, doch es könne mit ihm viel dichter an die Straße heran gebaut werden. Die Kosten sollen laut Josef nach jetzigem Stand zwischen 188 und 258 Millionen Euro liegen. Wie viel Geld der Bund dazu gebe, sei noch unklar.

Zunächst solle eine Verkehrsuntersuchung Antwort auf die Frage geben, ob die stark befahrene Autobahn langfristig auf sechs Fahrstreifen erweitert werden müsse, sagte Al-Wazir. Davon werde letztlich auch der Umfang der sogenannten Einhausung abhängen. Mit der konkreten Objektplanung solle im Jahr 2021 begonnen werden, sie werde in etwa drei Jahre dauern.

Mit der Fertigstellung des Bauprojekts rechnet Josef gegen Ende der 2020er Jahre - wenn alles nach Plan laufe. Der SPD-Politiker erklärte, die Einhausung solle die derzeit durch die Autobahn getrennten Stadtteile Bornheim und Seckbach wieder miteinander verbinden. Es handele sich um eine «echte Stadtreparatur». Über die Autobahn fuhren bei einer Zählung im Jahr 2015 täglich rund 95 000 Fahrzeuge.

In unmittelbarer Nähe der Einhausung soll der Riederwaldtunnel entstehen, der die aus Osten kommende A 66 mit der A 661 verbinden soll. Erst am Dienstag hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) mitgeteilt, dass er seine Klage gegen den Bau nach Planänderungen zurückgezogen habe. Das Projekt gehört seit 1985 zu den verkehrspolitischen Dauerbrennern und ist inzwischen im Umfang erheblich abgespeckt worden.

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