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Ultratriathlet Dirk Leonhardt peilt Weltrekord an

07.08.2020 - So kann man in Corona-Zeiten seinen Jahresurlaub auch verbringen. Bei einem Triathlon über die mehr als 30-fache Ironman-Distanz will Dirk Leonhardt einen drei Jahre alten Weltrekord knacken - getreu nach dem Motto: Ausdauer siegt.

  • Der Ultratriathlet Dirk Leonhardt trainiert mit seinem Rad. Foto: Leonhardt/Privat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Ultratriathlet Dirk Leonhardt trainiert mit seinem Rad. Foto: Leonhardt/Privat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seit sechs Wochen ist Dirk Leonhardt fast ständig in Bewegung: Mit einer sportlichen Leistung der Extraklasse will sich der Ultratriathlet einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sichern. Seit 2. Juli läuft, radelt oder schwimmt der 38-Jährige aus Bruchköbel im Main-Kinzig-Kreis täglich viele Kilometer und gönnt sich eigentlich nur nachts Pausen. Selbst Interviews gibt Leonhardt auf dem Rad oder beim Laufen. Sein Ziel: Bis 15. August will er 200 Kilometer im Wasser, 5400 Kilometer auf dem Rad und 1320 Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben und damit den Weltrekord der Italienerin Ilaria Corli aus dem Jahr 2017 deutlich übertreffen. Das wäre mehr als die 30-fache Ironman-Distanz.

Im Fokus stehe dabei weniger, wie schnell er das schafft, als vielmehr die Ausdauer, sagt Leonhardt. Nach ersten Teilnahmen an den Ironman-Wettkämpfen im Rhein-Main-Gebiet in den Jahren 2008 und 2012 hatte er sich 2017 bereits an einen dreifachen Ironman gewagt und dabei festgestellt, dass «viele andere, die ich als sportlicher eingeschätzt hätte, aufgeben mussten».

Ausdauer und Durchhaltevermögen, Geduld und Hartnäckigkeit brauche es für sein Vorhaben - und das seien Eigenschaften, von denen er auch in seinem Beruf als Controller bei der Deutschen Bundesbank sehr profitieren könne, sagt der Ultratriathlet. So werden Sportler bezeichnet, die an Wettkämpfen über die mehrfache Ironman-Distanz teilnehmen. Zu seinem kopflastigen Job biete ihm der Sport den perfekten Ausgleich. Deshalb hat er seinen kompletten Jahresurlaub für sein Projekt Weltrekord verplant.

Dass er sich von Rückschlägen nicht abhalten lässt, hatte Leonhardt schon zu Beginn unter Beweis gestellt, als er am vierten Radfahrtag gegen ein parkendes Auto fuhr und sich eine Platzwunde an der Lippe zuzog, die genäht werden musste. Für Leonhardt war das kein Grund, aufzugeben - im Gegenteil, nach einem halben Tag aussetzen war er wieder am Start. Sein Tagespensum absolviert er jeweils ab 6.00 Uhr in der Früh, manchmal ist er fast bis Mitternacht unterwegs.

Damit bei seinem Rekordversuch alles seine Richtigkeit hat, muss Leonhardt zahlreiche Dokumentationspflichten erfüllen. Per GPS und Live-Tracker werde aufgezeichnet, welche Wege er zurücklegt und wie er sich gerade fortbewegt. Hinzu kommen ein Logbuch, das Nachbarn und Freunde führen sowie unterschriebene Angaben externer Zeugen. Die gesammelten Daten müssen dann auf eine Plattform hochgeladen werden. Die Auswertung des umfangreichen Datenmaterials dürfte nach Leonhardts Einschätzung einige Wochen in Anspruch nehmen, erst dann werde feststehen, ob er den Weltrekord tatsächlich geschafft hat.

Wichtigste Unterstützerin bei seinem Vorhaben ist seine Frau, die ihn mit Nahrung versorgt, ihm zur Seite steht und sich nicht zuletzt um die beiden vier und sechs Jahre alten Söhne kümmert, die ihn gelegentlich ein Stückchen auf ihren Fahrrädern begleiten. Auch der 15. August als angepeiltes Enddatum seines Weltrekord-Versuchs hat mit seiner Familie zu tun: Einen Tag später ist die Einschulungsfeier seines älteren Sohnes, und er habe seiner Frau versprochen, daran teilzunehmen, sagt Leonhardt.

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