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Nord- und Osthessen: Regenmengen machen Menschen zu schaffen

21.05.2019 - Tief «Axel» hat in Hessen deutliche Spuren hinterlassen. Im Nordosten laufen Keller voll und werden Straßen geflutet. Zwei Autofahrerinnen werden schwer verletzt.

  • Ein Autofahrer versucht eine überflutete Straße entlang zu fahren. Einen Mülltonne liegt im Wasser. Foto: Uwe Zucchi © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Autofahrer versucht eine überflutete Straße entlang zu fahren. Einen Mülltonne liegt im Wasser. Foto: Uwe Zucchi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kassel/Fulda (dpa/lhe) - Heftige Regenfälle haben am Dienstag zu Überflutungen in Nord- und Osthessen geführt. Besonders betroffen waren Kassel und Umgebung, der Werra-Meißner-Kreis, Fulda, Gießen und der Vogelsbergkreis. Straßen mussten wegen Überflutungen gesperrt werden, Keller standen unter Wasser. Auf einem überschwemmten Firmengelände in Kassel musste die Feuerwehr Gefahrenstoffe sichern, nachdem ein Tank mit 50 000 Litern Heizöl beschädigt worden war. Dort trat nach Angaben der Stadt vom Dienstagabend auch zeitweise eine unbekannte Menge einer Säure aus.

Einsatzkräfte retteten in Kassel ein älteres Ehepaar aus einem Wohnhaus, das rundherum von Wasser umgeben war. Die Bewohner hatten um Hilfe gerufen, nachdem in dem Gebäude der Strom ausgefallen war und das Ehepaar nicht mehr allein aus dem Haus kam, wie die Stadt mitteilte. Einsatzkräfte brachten die sehbehinderte Frau und ihren Ehemann mit einem Schlauchboot in Sicherheit.

Besonders betroffen waren nach Angaben der Polizei die östlichen Kasseler Stadtteile Bettenhausen und Forstfeld sowie die Landkreiskommunen Lohfelden, Kaufungen, Niestetal und Helsa. Dort stand das Wasser teilweise knietief auf den Straßen. Bei einem Unfall auf regennasser Straße wurden zwei Autofahrerinnen schwer verletzt. Eine 23-Jährige war nahe Neuhof (Landkreis Fulda) ins Schleudern gekommen und mit dem Wagen einer 28 Jahre alten Frau zusammengestoßen.

Wegen des starken Regens wurde die Autobahn 44 zwischen dem Kreuz Kassel-West und dem Dreieck Kassel-Süd bis in den Nachmittag hinein gesperrt. Auch zahlreiche Hauptverkehrsstraßen waren über Stunden unpassierbar, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte.

Im Werra-Meißner-Kreis wurden bei Wanfried durch die Fluten mehrere Gullydeckel ausgehoben. In Hundelshausen überschwemmten die Regenfälle eine Bushaltestelle. In Neu-Eichenberg wurde ein Kuhstall unter Wasser gesetzt. Im Vogelsbergkreis rückten die Feuerwehren rund 30 Mal aus. Die Helfer pumpten in Alsfeld vollgelaufene Keller aus und beseitigten umgeknickte Bäume. In Gießen, Fulda und dem benachbarten Künzell wurden Straßen gesperrt. Die Kinzig überschritt nach Angaben des Regierungspräsidiums in Darmstadt örtlich die Hochwasser-Meldestufe 3.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hatte Tief «Axel» vor allem dem Nordosten des Landes heftige Niederschläge gebracht. In Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis) und Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) fielen innerhalb von 24 Stunden gut 95 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Dreiländereck Hessen-Bayern-Thüringen waren es 93 Liter, in Schotten (Vogelsbergkreis) 91 Liter. «Hessen war damit abgesehen vom Alpenraum am stärksten betroffen», sagte ein DWD-Meteorologe.

Für die kommenden Tage ist laut DWD zwar weiterhin mit teils ergiebigem Dauerregen zu rechnen - «das Ärgste ist aber vorbei», sagte der Wetterkundler. Am Mittwoch lockert es von Westen her auf, bis mindestens zum Wochenende bleibt es aber weiter wechselhaft. Die Temperaturen pendeln dabei ab Donnerstag zwischen 17 und 22 Grad.

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