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Verletzte auf glatten Straßen: Bilanzen nach Orkan «Sabine»

12.02.2020 - Orkantief «Sabine» gerade überstanden, sorgt ein kurzer Wintereinbruch für glatte Straßen und mehrere Verletzte. Und das Wetter bleibt ungemütlich.

  • Ein vom Sturm abgeknickter Baum blockiert eine Straße am Feldberg im Taunus. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein vom Sturm abgeknickter Baum blockiert eine Straße am Feldberg im Taunus. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Fulda/Kassel (dpa/lhe) - Regenschauer, Böen und spiegelglatte Straßen: Das Wetter zeigt seine hässliche Seite. Während vielerorts in Hessen noch die Aufräumarbeiten nach Orkantief «Sabine» liefen, mussten Pendler in manchen Regionen am Mittwoch mit vereisten Straßen kämpfen. Mehrere Menschen wurden verletzt und Meteorologen warnen auch für den Start in den Donnerstag vor überfrierender Nässe. Versicherer und Forstämter zogen nach den Orkanböen von Tief «Sabine» bereits erste Schadensbilanzen.

Das auf ein Dach des Frankfurter Doms gestürzte Kranteil wurde am Mittwoch geborgen. Mit Hilfe zweier Autokräne wurde der fünf Tonnen schwere Ausleger heruntergehievt. Die Arbeiten dauerten nach Angaben der Stadt Frankfurt fünf Stunden. Nun sollen die Schäden begutachtet und das Dach provisorisch abgedichtet werden.

Weil das Wetter zunächst weiterhin stürmisch war, verzögerte sich der Start der Bergungsaktion am Dom. Starker Wind verhinderte zunächst auch die Arbeiten zum Neubau an der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Ein 120 Meter langes und 2050 Tonnen schweres Brückenteil sollte eigentlich bereits am frühen Morgen mit einem Ponton über das Wasser zur Baustelle an der Autobahn 643 bugsiert werden. Wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse verzögerte sich auch hier der Start der Arbeiten. Im Zugverkehr gab es laut Bahn am Mittwoch aber keine Verspätungen oder Ausfälle mehr.

Bei Glätteunfällen nach einem erneuten Wintereinbruch mit Schnee wurden mehrere Menschen in Hessen in der Nacht zum Mittwoch verletzt. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier ins Schleudern geratener Autos wurden in Marburg vier Menschen verletzt. Auf der B8 bei Glashütten (Hochtaunus) verlor ein Autofahrer die Kontrolle über seinen Wagen und rutschte in einen Straßengraben. Drei Mitfahrer erlitten dabei leichte Blessuren. In Weilrod (Hochtaunus) kam eine Autofahrerin von der Fahrbahn ab und wurde leicht verletzt.

Auch beim Start in den Donnerstag sollten Autofahrer mit glatten Straßen rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sinken die Temperaturen teils auf Null Grad, im Bergland wird es noch kälter. Die Meteorologen warnen bis in die Niederungen vor überfrierender Nässe. Am Vormittag soll es dann von Westen her neuen Niederschlag geben. Allerdings steigt die Schneefallgrenze und Schnee soll es nur noch in Hochlagen geben. Die Höchsttemperaturen liegen bei bis zu sieben Grad, im Bergland um die zwei Grad.

Unterdessen haben Forstämter und Versicherungen eine erste Bilanz von Orkantief «Sabine» gezogen. Dem Versicherer R+V zufolge ist der Sturm glimpflicher ausgegangen als erwartet. Bis Mittwochmorgen hätten Kunden mehr als 15 000 Schäden mit einer Schadensumme von rund 25 Millionen Euro gemeldet, teilte der Versicherer in Wiesbaden mit. Die meisten Schäden habe es in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern gegeben. R+V-Chef Norbert Rollinger erwartet nach weiteren Schadensmeldungen in den kommenden Tagen ein Schadensvolumen von mehr als 50 Millionen Euro.

In Hessens Wäldern hat Tief «Sabine» geringere Schäden angerichtet als die schweren Stürme «Kyrill» (2007) und «Friederike» (2018). Es seien vor allem einzelne Bäume umgeworfen worden, sagte Michelle Sundermann, Sprecherin von Hessen Forst in Kassel. Größere Flächen mit Sturmschäden gebe es nach einer ersten Einschätzung der hessischen Forstämter nicht. Das genaue Ausmaß sei aber noch unklar, weil viele Wege unpassierbar seien. Von Spaziergängen im Wald rate man weiter ab.

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