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Virologin: Fieberambulanzen gute Idee, aber schlechter Name

22.09.2020 - Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagenen Fieberambulanzen für «eine gute Idee für den Herbst und den Winter». Eine spezielle Einrichtung, in der sich Patienten mit Atemwegsinfekten vorstellen können, «macht generell Sinn», sagte sie am Dienstag im NDR-Podcast «Coronavirus-Update». Solche Ambulanzen entlasteten die Arztpraxen und verringerten die Ansteckungsgefahr für andere Patienten im Wartezimmer.

  • Virologin Sandra Ciesek. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Virologin Sandra Ciesek. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Nicht so gelungen» findet die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt den Namen Fieberambulanz. Er könne dazu führen, dass nur Menschen mit Fieber diese Ambulanzen aufsuchten, aber nicht jeder Patient mit Covid-19 entwickle Fieber.

Falsch findet die Virologin den Vorschlag, in den Ambulanzen einen Antigentest anzubieten. Diese Art Test liefert ein Ergebnis zwar schon nach wenigen Minuten, der aussagekräftigere PCR-Test dauert mehrere Stunden.

«Aber da bin ich nicht dafür», betonte Ciesek. «Bei symptomatischen Patienten sollte man möglichst die richtige Diagnose mit einem sensitiven Test, also der PCR, haben.»

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