Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

WIBank will zentrale Rolle bei Corona-Hilfen spielen

01.04.2020 - Über seine Förderbank unterstützt das Land Hessen die Wirtschaft - erst recht in der aktuellen Krise. Nun gibt es ein weiteres Hilfsangebot für kleine Firmen.

  • Tarek Al-Wazir, Wirtschaftsminister von Hessen. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Tarek Al-Wazir, Wirtschaftsminister von Hessen. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit weiteren Hilfsangeboten für Kleinstunternehmen will das Land Hessen über sein Förderinstitut WIBank die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Von diesem Freitag (3.4.) an können Unternehmen mit maximal 50 Vollzeitstellen sowie Solo-Selbstständige ein Direktdarlehen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) beantragen: die sogenannte Hessen-Mikroliquidität. Pro Fall gibt es 3000 bis 35 000 Euro bei einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Zinssatz von 0,75 Prozent als Überbrückungskredit.

Das Land Hessen werde in diesem Fall zu 100 Prozent bürgen, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Grundsätzlich sei das Land bereit zu weiteren Hilfen: «Wenn wir feststellen, dass der Bedarf noch größer ist, gibt es durchaus Möglichkeiten noch nachzulegen.»

Al-Wazir versicherte, Politik und Förderbanken täten alles, um Hilfen rasch zu den Betroffenen zu bringen. «Ich verstehe die Sorge vieler Unternehmen, ich verstehe den Wunsch nach Schnelligkeit. Wir tun alles, was wir tun können, um diese Schnelligkeit in den Prozessen hinzubekommen», sagte der Minister. «Da wo sich die Probleme nicht lösen lassen, sind wir ausdrücklich bereit, mit den Banken zu reden.» Zugleich betonte Al-Wazir mit Blick auf die Dimension der Hilfen in Deutschland: «Ich kenne kein Land auf der Welt außer dieses, in dem jede Würstchenbude das Angebot von Soforthilfen hat.»

Die WIBank wird nach Angaben ihrer Geschäftsleitung seit Mitte März geradezu von Anfragen überrollt. «Unsere Beratungshotline steht sehr unter Druck, es erreichen uns auch sehr viele verzweifelte Anrufe», schilderte Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung des Instituts. Inzwischen seien alle Branchen vertreten, vor allem kleine Unternehmen wendeten sich an die Förderbank. «Wir werden je nach Bedarfslage neue Programme an den Markt bringen oder bisherige Angebote anpassen», sagte Reckhard. Das neue Angebot der Mikro-Liquidität hat bislang ein Volumen von 30 Millionen Euro.

«In der aktuellen Corona-Krise zeigt sich, wie rasch und vertrauensvoll wir mit der Landesregierung an schnellen und passenden Lösungen arbeiten, um die aktuellen Herausforderungen insbesondere für hessische Unternehmerinnen und Unternehmer abzudämpfen», bilanzierte Gottfried Milde, Sprecher der WIBank-Geschäftsleitung.

Im vergangenen Jahr lag das Fördervolumen der WIBank mit 22,9 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 23,2 Milliarden Euro. Das Institut fördert beispielweise den sozialen Wohnungsbau und Unternehmensgründer. Da das Zinsniveau insgesamt extrem niedrig ist, bekommen Privatleute und Unternehmen aber auch bei anderen Banken günstige Kredite.

Das Neugeschäft der WIBank summierte sich auf rund 2,0 Milliarden Euro und damit lag damit wieder auf einem normalen Niveau. Im Jahr 2018 hatte das Entschuldungsprogramm Hessenkasse für finanzschwache Kommunen das Fördergeschäft kräftig angekurbelt. Damals hatte sich das Neugeschäft auf rund sieben Milliarden Euro erhöht, 4,9 Milliarden Euro davon kamen durch die Hessenkasse.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren