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Walter-Lübcke-Demokratie-Preis erstmals vergeben

22.09.2020 - Der nach dem ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten benannte neue Demokratie-Preis ist erstmals vergeben worden. Ihn erhalten die Journalistin Dunya Hayali, das «Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus - für demokratische Kultur in Hessen» sowie ein Mann, der Angehörige der Opfer des Anschlags von Hanau betreut, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Preisträger setzten sich herausragend und eindrucksvoll für die Demokratie ein, erklärte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Wann der Preis überreicht wird, steht noch nicht fest.

  • Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hayali gehe gesellschaftliche Konfliktthemen offensiv an und setze sich für das gesellschaftliche Miteinander ein, teilte die Staatskanzlei mit. Das «Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus - für demokratische Kultur in Hessen» mit Sitz in Kassel unterstützt und begleitet demnach runde Tische in Gemeinden, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie Angehörige von Rechtsextremen, es sei ein fester Anlaufpunkt in Nordhessen.

Der dritte Preisträger Robert Erkan, ist in Hessen geboren, seine Eltern haben einen kroatischen und türkischen Migrationshintergrund und gehören unterschiedlichen Konfessionen an. Erkan sei katholischer Messdiener gewesen und besuche regelmäßig eine Moschee - er sei Mittler zwischen den Religionen. Aufgrund seiner Mehrsprachigkeit gelinge es ihm in besonderer Weise, Opfern und Angehörigen in Hanau beizustehen.

Der neue Walter-Lübcke-Demokratie-Preis soll gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratisches Miteinander und einen von gegenseitigem Respekt getragenen politischen Diskurs stärken und wird künftig in der Regel alle zwei Jahre vergeben. Im Kuratorium zur Verleihung sind etwa Bouffier, die Regierungspräsidenten von Kassel, Gießen und Darmstadt, der Antisemitismusbeauftragte des Landes, die Direktorin des Landeswohlfahrtsverbandes, Susanne Selbert, Lübckes Frau Irmgard Braun-Lübcke sowie die Tochter des ermordeten früheren Deutsche-Bank-Vorsitzenden Alfred Herrhausen Mitglieder.

Lübcke war am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden, die Ermittler gehen von einem rechtsextremistischen Motiv aus.

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