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Weniger tödliche Badeunfälle: offene Gewässer gefährlich

05.03.2020 - Die Zahl der Badetoten ist in Hessen zurückgegangen. Vergangenes Jahr gab es 20 tödliche Badeunfälle, im Jahr davor waren es 36, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang sei insbesondere auf das unterschiedliche Wetter in den beiden Jahren zurückzuführen, sagte ein Sprecher: «Je mehr Tage wir mit hochsommerlichen Wetter haben, die zum Baden und Schwimmen einladen, desto höher fallen auch die Ertrinkungszahlen aus.» Die Auswirkungen anderer Faktoren wie die Bewachung der Badestellen oder ob und wie gut die Menschen schwimmen könnten, ließen sich dem Sprecher zufolge nicht ablesen.

  • Rettungsschwimmer der DLRG bei einer Übung. Foto: Arno Schwamberger/DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft/obs © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rettungsschwimmer der DLRG bei einer Übung. Foto: Arno Schwamberger/DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft/obs © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Alle tödlichen Unfälle in Hessen ereigneten sich in offenen Gewässern, also in Flüssen, Seen oder Bächen. «Grundsätzlich ist es immer am sichersten dort zu baden oder zu schwimmen, wo Gewässerstellen bewacht werden», sagte der Sprecher. Viele tödliche Badeunfälle passierten in den frühen Abendstunden an unbewachten Gewässern. In Flüssen werde oft die Strömung unterschätzt, daher rate die DLRG vom Baden dort generell ab. Aber auch Seen könnten gefährlich sein. Besonders im Frühjahr seien sie zwar oft oberflächlich aufgewärmt, in der Tiefe aber noch sehr kalt. Dies könne zu Herz-Kreislauf-Problemen mit tödlichen Auswirkungen führen.

Auch bundesweit kamen laut DLRG weniger Badende ums Leben. Die Zahl sank von 504 im Jahr 2018 auf 417. Fast 80 Prozent seien Männer gewesen. Gründe seien geringeres Risikobewusstsein und Selbstüberschätzung, aber auch Alkoholkonsum.

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