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Widerstand gegen Sparpläne des Autozulieferers Continental

10.09.2020 - Der Widerstand gegen Kürzungspläne beim Autozulieferer Continental wächst. Mit mehreren Aktionen unter anderem in Hessen und Bayern machten Beschäftigte am Donnerstag ihrem Unmut Luft. Im hessischen Karben hatte die IG Metall eine Menschenkette vom Conti-Werk zum Rathaus der Stadt mit anschließender Kundgebung organisiert. Im südhessischen Babenhausen gab es einen Autokorso.

  • Eine Absperrung steht an der Baustelle der Continental-Zentrale. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Absperrung steht an der Baustelle der Continental-Zentrale. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jörg Köhlinger, Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte mit den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen, zog eine positive Bilanz der «Aktionswoche» der Gewerkschaft. Eine Vielzahl von Beschäftigten habe «deutlich gemacht, dass sie für ihre Arbeitsplätze kämpfen und Standortschließungen nicht hinnehmen werden». Köhlinger warnte: «Sollte Conti an seinen Einsparplänen festhalten und betriebsbedingte Kündigungen weiterhin nicht ausschließen, sind neuerliche Aktionen vorprogrammiert.»

An den beiden Standorten in Hessen befürchten die Gewerkschaft und Betriebsräte erhebliche Einschnitte. Der Elektronik-Produktion in Karben mit knapp 1100 Beschäftigten - inklusive gut 200 Leiharbeitern - droht nach Angaben von Arbeitnehmervertretern die Schließung. Das Unternehmen verwies zuletzt wiederholt darauf, dass noch nichts entschieden sei.

Für das Werk Babenhausen hatte Continental bereits im vergangenen September angekündigt, die dortige Produktion von Steuerungsinstrumenten für Pkw bis 2025 zu beenden. In dem Werk arbeiten nach aktuellen Angaben des Unternehmens etwa 3300 Menschen.

Angesichts der Rückschläge für die Autoindustrie in der Corona-Krise verschärft Continental seinen Sparkurs deutlich. Der Dax-Konzern mit Hauptsitz in Hannover geht nach jüngsten Angaben davon aus, dass es global Auswirkungen auf 30 000 der mehr als 232 000 Arbeitsplätze geben wird. Diese Jobs würden «verändert, verlagert oder aufgegeben». 13 000 der fraglichen Jobs seien in Deutschland angesiedelt.

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