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Wieder Unwetterschäden in Hessen: Weitere Gewitter möglich

17.08.2020 - Unwetter haben erneut Schäden in Hessen hinterlassen. Die Feuerwehr war wegen vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume in vielen Landkreisen im Einsatz. Weitere Gewitter können kommen, das Schlimmste ist aus Sicht der Meteorologen aber vorbei.

  • Dunkle Wolken ziehen am Himmel über einen Baum hinweg. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dunkle Wolken ziehen am Himmel über einen Baum hinweg. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gewitter und Starkregen haben den Feuerwehren in Hessen erneut zahlreiche Einsätze beschert. Besonders betroffen waren in der Nacht und am Montagmorgen Teile Mittelhessens und des östlichen Rhein-Main-Gebiets.

Im Lahn-Dill-Kreis blieb ein Auto in einer überfluteten Unterführung stecken. Der Fahrer habe sich aber selbst befreien können, berichtete die Polizei in Gießen. Auch auf der Autobahn 45 hätten die großen Wassermassen den Verkehr behindert. Das Unwetter habe Äste herabgerissen und Bäume umstürzen lassen, sagte ein Sprecher.

In Herborn schlug ein Blitz in das Dach eines Einfamilienhauses ein. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Außerdem habe ein Stromausfall bei der Polizei in Dillenburg und Herborn zu einem kurzzeitigen Ausfall des Funks geführt. Nicht zuletzt drückten die Regenmengen auf zahlreichen Straßen Gullydeckel nach oben, unter anderem auch in Dillenburg.

Wie die Feuerwehr in Hanau mitteilte, musste sie im Stadtgebiet fast 100 Mal ausrücken, vor allem wegen Wasser in Gebäuden. Ein Feuerwehrmann verletzte sich nach Angaben eines Sprechers bei einem Einsatz. Im Klinikum Hanau sei der Keller vollgelaufen, so dass mehrere Medizingeräte und Aufzüge für einige Zeit außer Betrieb gewesen seien. Nach Angaben einer Sprecherin des Klinikums waren aber keine Patienten betroffen und kein größerer Schaden entstanden.

Auch in Darmstadt waren Feuerwehreinsätze nötig. Nach Angaben des Polizeipräsidiums stürzte ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus. Zudem musste eine Bundesstraße wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt werden. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei berichtete.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor schweren Gewittern mit Starkregen und Wind gewarnt. Am Montagmorgen wurden zunächst alle Unwetterwarnungen wieder aufgehoben. Es seien auch am Montagnachmittag und am Dienstag Gewitter möglich, «aber nicht in dem Kaliber», wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Der Mittwoch soll in Hessen nach Angaben des DWD dann niederschlagsfrei bleiben.

Bereits am Freitag hatten unter anderem die Feuerwehren im Main-Taunus-Kreis und im Frankfurter Westen wegen Unwettern mit Starkregen und Sturm mehrere Hundert Einsätze. Besonders betroffen waren Bad Soden am Taunus, Kelkheim und Liederbach am Taunus, wo zahlreiche Keller und auch mehrere Tiefgaragen vollliefen. Durch das Unwetter waren auch mehrere Bäume entwurzelt worden, die teils Zufahrtsstraßen blockierten.

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