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Wiesbaden wählt einen neuen Oberbürgermeister

23.05.2019 - Rathauschef Gerich hätte womöglich mit einem guten Ergebnis in eine zweite Amtszeit starten können - dann stolperte er über eine Klüngel-Affäre. Nun haben die Wiesbadener die Wahl unter sieben anderen Kandidaten.

  • Sven Gerich (SPD), Oberbürgermeister von Wiesbaden. Foto: Silas Stein/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sven Gerich (SPD), Oberbürgermeister von Wiesbaden. Foto: Silas Stein/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessische Landeshauptstadt sucht einen neuen Oberbürgermeister. Parallel zur Europawahl am 26. Mai können die Wiesbadener entscheiden, wer Nachfolger des SPD-Politikers Sven Gerich wird. Der Amtsinhaber hatte seine Kandidatur vor rund vier Monaten zurückgezogen. Als Grund nannte der 44-Jährige eine «Schmutzkampagne» in der Kommunalpolitik. Die Vorwürfe beschäftigen die Staatsanwaltschaft: Sie ermittelt wegen einer umstrittenen Urlaubsreise nach Spanien gegen Gerich.

Im Raum steht der Verdacht der Vorteilsannahme. Hintergrund ist unter anderem eine Reise im April 2014, die Gerich gemeinsam mit einem inzwischen freigestellten städtischen Manager mitsamt den jeweiligen Lebensgefährten unternommen hatte. Der Manager soll die Reise im Wesentlichen bezahlt haben. Kurz vorher war er zum Geschäftsführer einer städtischen Holding bestellt worden. Der CDU-Politiker hatte sich wegen der Reise selbst angezeigt. Auch gegen ihn wird laut Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Wiesbadener Sozialdemokraten schicken nun den Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Gert-Uwe Mende, ins Rennen. Der 56-Jährige hatte nur drei Monate Zeit, sich in der Stadt bekannt zu machen und für sich zu werben. Für die CDU tritt der 53 Jahre alte Dachdeckermeister und Stadtverordnete Eberhard Seidensticker an, für die Grünen die Fraktionsvorsitzende im Rathaus, die Biologin Christiane Hinninger.

Insgesamt stehen sieben Kandidaten auf dem Wahlzettel, für eine eventuelle Stichwahl ist der 16. Juni 2019 reserviert. In Wiesbaden sind rund 200 000 Männer und Frauen wahlberechtigt, der Oberbürgermeister wird für sechs Jahre gewählt.

In der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung ist die SPD mit 21 Sitzen stärkste Kraft, gefolgt von der CDU-Fraktion mit 19 Sitzen. Die Grünen haben elf Vertreter, AfD und FDP jeweils neun. Für «Linke&Piraten» sitzen sechs Stadtverordnete im Parlament, für «Freie Wähler/Bürgerliste Wiesbaden» drei sowie zwei für «Liberal-Konservative Reformer&Unabhängige Liste Wiesbaden».

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