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Wohnhaus gesprengt: Mutmaßlicher Täter vor Gericht

18.08.2019 - Als sein Haus zwangsversteigert werden sollte, soll ein Mann das Gebäude in die Luft gejagt haben. Die Trümmer beschädigten zwei Nachbargebäude, verletzt wurde zum Glück niemand. Jetzt beginnt der Prozess.

  • Rettungskräfte von Feuerwehr und THW stehen vor den Trümmern eines Wohnhauses in Birkenau. Foto: Boris Roessler/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rettungskräfte von Feuerwehr und THW stehen vor den Trümmern eines Wohnhauses in Birkenau. Foto: Boris Roessler/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Darmstadt (dpa/lhe) - Weil er sein Haus im südhessischen Birkenau gesprengt haben soll, steht ein 59-Jähriger ab Dienstag (20.8.) vor dem Darmstädter Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und besonders schwere Brandstiftung vor. Der Strafrahmen für besonders schwere Brandstiftung liegt zwischen zwei und 15 Jahren Freiheitsstrafe, die fürs Auslösen einer Explosion zwischen einem und 15 Jahren. Das Haus sollte am Tag der Detonation zwangsversteigert werden.

Das Haus explodierte am 22. März 2019 gegen 7.45 Uhr und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Durch die Detonation waren nach Angaben der Polizei Gebäudeteile bis zu 30 Meter hoch und 50 Meter weit durch die Luft geschleudert worden. Umherfliegende Trümmer hatten zwei andere Gebäude beschädigt, aber niemanden verletzt.

Die Sachschäden durch die Explosion werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang auf 400 000 Euro geschätzt. Laut Anklage hat der Birkenauer in Anbetracht der drohenden Zwangsversteigerung vor dem Amtsgericht in Fürth (Odenwald) Gas und Kraftstoff in seinem Haus mit einem selbstgebauten Zeitzünder in Brand gesetzt und zur Explosion gebracht.

Der 59-Jährige war nach der Sprengung verschwunden, Rettungskräfte und Polizei hatten es zunächst für möglich gehalten, dass er auf dem Grundstück unter den Trümmern seines Hauses begraben wurde. Da Ermittler und Staatsanwaltschaft noch am Tag der Explosion einen Zusammenhang zur Zwangsversteigerung vermuteten und Brandermittler in den Trümmern mehrere Gasflaschen gefunden hatten, war der Hausbesitzer zur Fahndung ausgeschrieben worden. Zwei Tage später, am 24. März, suchte der Mann das von der Polizei abgesperrte Trümmergrundstück auf. Dabei konnte er festgenommen werden.

Für die Verhandlung vor der 18. Großen Strafkammer sind bislang drei Verhandlungstage bis zum 29. August angesetzt.

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