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Zeit nach der Krise: Tourismusbranche trifft Vorbereitungen

28.03.2020 - Vor der Corona-Krise boomte die hessische Tourismusbranche Jahr für Jahr. Damit nach dem Ende der Pandemie wieder die Gäste zahlreich ins Land kommen, feilen die Verantwortlichen an einer digitalen Strategie für die Betriebe.

  • Touristen sitzen in der Kabinenbahn zum Niederwald-Denkmal. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Touristen sitzen in der Kabinenbahn zum Niederwald-Denkmal. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Pläne für den einheitlichen Internetauftritt und eine bessere digitale Vernetzung der hessischen Tourismusbranche laufen trotz der Corona-Krise auf Hochtouren. «Wir liegen noch im Zeitplan», sagte der Geschäftsführer der Hessen Agentur, Folke Mühlhölzer, der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Treffen vor Ort in den einzelnen Regionen seien aktuell wegen einer Gesundheitsgefährdung natürlich nicht möglich. Für die strategische Planung gebe es aber zahlreiche Videokonferenzen in großer Besetzung. Eine Verschiebung des für Anfang 2021 geplanten Starts sei derzeit nicht vorgesehen.

Hessen soll als Reiseland vom nächsten Jahr an einheitlich als touristisches Ziel vermarktet werden. Dafür wird eine Markenfamilie mit den touristischen Akteuren entwickelt. Auf der Plattform www.hessen-tourismus.de sollen dann die Aktivitäten im Land gebündelt und präsentiert werden.

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte die Pläne Anfang des Jahres vorgestellt. Die Hessen Agentur setzt das Vorhaben um und soll dabei das digitale Kompetenzzentrum für die Branche sein. Ein wichtiges Ziel der Kampagne ist es, gerade bei den kleinen ländlichen Betrieben die Internetauftritte und die Erreichbarkeit im Netz zu verbessern sowie einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen.

Um sich einen detaillierten Überblick über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die derzeit stark gebeutelte Branche zu verschaffen, habe die Hessen Agentur eine landesweite Online-Befragung gestartet, sagte Mühlhölzer. Die Betriebe sollen darin die finanziellen Folgen beschreiben und ihre drängendsten Probleme benennen. Die Umfrage soll regelmäßig fortgesetzt werden, um ein umfassendes Stimmungsbild der Branche zu bekommen.

Durch die finanziellen Hilfsangebote vom Bund und dem Land Hessen sowie der Kurzarbeit werde es möglich sein, dass eine Vielzahl der Betrieb die Krise überstehen wird, versicherte der Geschäftsführer. Er gehe aber auch davon aus, dass es nicht alle schaffen werden. In Hessen hängen rund 230 000 Arbeitsplätze von der Tourismusbranche ab.

Die Branche hatte im vergangenen Jahr zum zehnten Mal in Folge die Übernachtungszahlen und Gästeankünfte in Hessen gesteigert. Knapp 16 Millionen Gäste kamen ins Land. Die Zahl der Übernachtungen in den Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen lag bei 35,6 Millionen. Die meisten Gäste kämen aus den USA, mit deutlichem Vorsprung vor den Niederlanden, China und Großbritannien nach Hessen.

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