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Zeuge: Anwalt betrieb Zivilprozess gegen Falk mit Konsequenz

03.09.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Prozess um Anstiftung zum Mord gegen den Erben des Stadtplan-Verlags Falk, Alexander Falk, haben Kollegen des Opfers dessen konsequentes Auftreten gegenüber dem Verlagserben beschrieben. Der 50-jährige Falk soll nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft im Jahr 2009 in einem Hamburger Restaurant einen Mittelsmann mit der Ermordung eines Frankfurter Rechtsanwalts beauftragt haben. Der Anwalt wurde später von bislang unbekannten Tätern mit einem Schuss in den Oberschenkel verletzt. Falk hatte die Vorwürfe zum Prozessauftakt vor dem Frankfurter Landgericht bestritten.

  • Der Angeklagte Alexander Falk (r) wartet zusammen mit seinem Verteidiger Daniel Wölky im Gerichtssaal auf den Beginn des Prozesses. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Angeklagte Alexander Falk (r) wartet zusammen mit seinem Verteidiger Daniel Wölky im Gerichtssaal auf den Beginn des Prozesses. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Anwalt, der zum damaligen Zeitpunkt zu der gleichen Frankfurter Großkanzlei gehörte wie das Opfer, schilderte am Dienstag dessen Vorgehensweise in einem Zivilprozess in Hamburg gegen Falk. Diesen Prozess habe sein Kollege «mit äußerster Konsequenz» betrieben, sagte der Rechtsanwalt als Zeuge. So sei auch die Jacht des Verlagserben auf Betreiben des später verletzten Rechtsanwalts gepfändet worden. AZ 6340 Js 207925/16

Den beim Landgericht Hamburg anhängigen Zivilrechtsstreit hält die Anklage für das Motiv des Mordauftrags. Der angeschossene Anwalt bereitete eine Millionenklage gegen den Unternehmer vor, der nach dem Verkauf des Stadtplan-Verlags in Internetunternehmen investiert hatte und zeitweise als einer der hundert reichsten Deutschen galt. Nach Gerichtsangaben ging es um Pfändungsmaßnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro. Motiv für den Mordauftrag seien Habgier und Rachegelüste gewesen, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt.

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